Ab 2013 hofft der Konzern auf die Marktreife der Pflanzen aus der Clearfield-Serie, "möglicherweise auch in Europa", wie ein Sprecher dem "New Scientist" sagte. Das Besondere an dem Raps: Er hat ähnliche Eigenschaften wie die Verkaufsschlager der Grünen Gentechnik, ist allerdings durch herkömmliche Zucht entstanden - unterliegt daher also nicht den strengen EU-Zulassungsreglements zu gentechnisch veränderten Nutzpflanzen.

Der Markt für die herbizidresistenten Pflanzen wächst, weil die Sorten es den Bauern leichter machen, ihr Feld zu bestellen: Ohne Sorge um ihre Saat können sie Unkrautvernichter versprühen. Zerstört wird nur wildes Grün, das keine Schutzgene im Erbgut trägt.

Das Paradoxe an der Sache: Das Pflanzengift Imidazolin ist viel schädlicher als etwa die Unkrautvernichter Glyphosat und Glyphosinat, gegen die die meisten Gentech-Pflanzen unempfindlich sind. Imidazolin baut sich schlechter ab und bleibt daher länger im Boden, das zeigten Versuche in Kanada und Australien, von denen das Magazin "New Scientist" jetzt berichtet.

"Ein Jahr nach dem Gebrauch des Mittels gedeihen einige Pflanzen auf dem Acker nicht mehr, sie sind empfindlich gegen die Giftreste im Boden", sagte der australische Landwirtschaftsexperte Richard Roush von der Universität Melbourne dem "New Scientist", "aus agrarökonomischer Sicht haben die Pflanzen also alle Merkmale von transgenen Gewächsen, sind unterm Strich aber schädlicher".

eb