Häufig begännen die Beschwerden wieder verstärkt nach den Schulferien. Besonders in diesem Alter sei es wichtig, nicht gleich Vollgas zu geben, sondern auf ausreichend freie Zeit zu achten, rät der Mediziner Uwe Büsching. Intensiver Stress während der Pubertät könne die Wahrscheinlichkeit für Migräne im frühen Erwachsenenalter erhöhen.

Auch bestimmte Verhaltensweisen von Jugendlichen sind laut Büsching mitverantwortlich für die Entstehung von Spannungskopfschmerzen – etwa zu viel Sonne, zu wenig Flüssigkeitsaufnahme und ungesundes Essen oder Tabak-, Alkohol- und Koffeinkonsum. Der Schmerz betreffe meist den ganzen Kopf oder reiche von den Schultern oder vom Nacken zum Kopf hinauf.

„Hat ein Jugendlicher mehrmals in der Woche Kopfschmerzen oder wacht deshalb nachts auf, so sollte er unbedingt zum Jugendarzt, um ernsthaftere Ursachen auszuschließen“, rät Büsching. Handele es sich um Migräne, dauerten die Kopfschmerzen Stunden bis Tage an, sie seien pochend und befielen oft nur eine Kopfseite. Sie könnten mit Übelkeit und Erbrechen sowie Lichtempfindlichkeit verbunden sein.

AP/LF