Gesundheit

Ein bisschen Bewegung für die Manneskraft

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Ingeborg Bördlein

Foto: kn / dpa

Männer brauchen nicht unbedingt Potenzpillen, um ihre Manneskraft zu stärken: Mehr Bewegung tut's oft auch, so das Ergebnis einer neuen Studie, bei der mehr als 2000 Männer zu ihrer Potenz befragt wurden.

Zu diesem Ergebnis kommen amerikanische Forscher um die Epidemiologin Elizabeth Selvin von der Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health in Baltimore. Sie befragten 2100 über 20-jährige Männer zu ihrer Potenz. Fast jeder Fünfte gab an, hin und wieder Probleme damit zu haben. Eine ähnliche Häufigkeit der erektilen Dysfunktion wird auch in Deutschland angenommen. Ältere klagten wie erwartet weit häufiger darüber als Jüngere. Jeder Dritte der über Siebzigjährigen gab Potenzprobleme an, während es bei den Zwanzig- bis Vierzigjährigen nur fünf Prozent waren.

Die Potenzprobleme hingen aber nicht nur mit dem Alter zusammen, sondern auch mit gesundheitlichen Risikofaktoren und dem Lebensstil, wie die Wissenschaftler herausfanden. Fast 90 Prozent der Männer mit erektiler Dysfunktion hatten wenigstens einen Risikofaktor für Herzerkrankungen wie zum Beispiel Bluthochdruck, einen zu hohen Cholesterinwert, sie waren Raucher oder Diabetiker.

Ein Zusammenhang ergab sich auch zwischen den Potenzproblemen und sportlicher Aktivität. Wer keinen Sport betrieb, versagte im Bett fast doppelt so häufig wie Männer, die sich mit regelmäßiger körperlicher Ertüchtigung offenbar nicht nur ihre Muskeln stählen. Nach den Ergebnissen der amerikanischen Studie profitiert auch die Potenz davon. So klagte fast jeder Vierte, der sich "no sports" zur Devise gemacht hat, über erektile Dysfunktion gegenüber nur 13 Prozent derjenigen, die regelmäßig und so heftig Sport treiben, dass sie ins Schwitzen kommen.

Die amerikanische Epidemiologin kommt zu dem Schluss, dass es nicht unbedingt Pillen braucht, um sexuell fit zu bleiben, sondern dass Männer mit der Änderung des Lebensstils auch einiges bewirken können. Dazu gehört es, auf die Ernährung zu achten und sich öfter mal aufs Fahrrad zu schwingen, zu schwimmen und zu laufen, statt vor laufendem Fernseher zu sitzen. So kann man im Übrigen mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen, denn Bewegung reduziert auch die Gefahr, Diabetes, Bluthochdruck oder Gefäßleiden zu bekommen.