Piranhas seien keine aggressiven Mörder, sondern Allesfresser, die sich hauptsächlich von Fischen, Pflanzen und Insekten ernährten, sagte Anne Magurran von der schottischen Universität St. Andrews. In ihrer Heimat, in den tropischen Süßgewässern auf dem südamerikanischen Kontinent, gelten die Fische sogar als eine Art der "Gesundheitspolizei", weil durch das Vertilgen von Tierkadavern gefährliche Epidemien verhindert werden.
Piranhas sind aber auch in der Lage größere Wirbeltiere anzugreifen, wobei sie mit Hilfe ihrer messerscharfen Zähne Fleischstücke aus der Beute reißen. Dabei fixieren die Tiere zunächst ihre Beute, um dann blitzschnell zuzubeißen. Um das Fleisch aus der Beute zu lösen, wenden Piranhas die vom Hai bekannte Technik der Rüttelbewegung an.
„Früher glaubten wir, Piranhas bildeten Schwärme, um gemeinsam zu jagen. Jetzt haben wir herausgefunden, dass es hauptsächlich ein Schutzverhalten ist“, sagte die Forscherin. Piranhas seien permanenten Angriffen von Flussdelfinen, Kaimanen und des riesigen Piracucu ausgesetzt. „Ihr vorsichtiges Verhalten verhindert, dass sie aufgefressen werden“, nahm Magurran die Piranhas gegen den Vorwurf in Schutz, ruchlose Räuber zu sein.




