Indonesien gehört durch die rasante Zerstörung seiner Urwälder zu den größten Klimasündern der Welt. Darauf wies die Umweltorganisation Greenpeace zum Auftakt eines Aktivisten-Camps zum Klimaschutz auf der Insel Sumatra hin.
„Wenn wir den Klimawandel aufhalten wollen, müssen wir auch die Urwälder schützen. Urwaldschutz ist Klimaschutz“, sagte Greenpeace- Waldexperte Martin Kaiser. In Indonesien werden jedes Jahr tausende Hektar Wald vor allem auf Borneo gerodet, um Platz für Palmölplantagen zu machen. Deutschland importiert nach Angaben von Greenpeace fast eine Million Tonnen Palmöl im Jahr. Umweltgruppen verlangen von Industrieländern, die Palmöl als erneuerbare Energie nutzen und fördern, auf nachhaltigem Anbau zu bestehen.
Indonesien richtet die nächste große UN-Klimakonferenz im Dezember auf Bali aus. „Die indonesische Regierung muss den Einschlag stoppen. Sie kann nicht weiterhin die Urwälder zerstören und gleichzeitig Gastgeberin für eine große Klimakonferenz sein“, meinte Kaiser. Alle zwei Sekunden werde weltweit Wald in der Größe eines Fußballfeldes vernichtet. Etwa ein Fünftel der globalen Treibhausgas-Emissionen stamme aus Urwaldzerstörung.
dpa/oc





