Ifo-Geschäftsklimaindex steigt überraschend

Stimmung der deutschen Wirtschaft verbessert sich

Die Stimmung der deutschen Wirtschaft hat sich trotz Euro-Schuldenkrise leicht gebessert. Der ifo-Index stieg von 106,4 auf 106,6 Punkte und damit nach vier Rückgängen in Folge plötzlich wieder an.

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Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im November trotz der Euro-Schuldenkrise etwas verbessert. Der Ifo-Geschäftsklimaindex, der wichtigste Gradmesser für die deutsche Konjunktur, stieg überraschend von 106,4 Punkten im Oktober auf 106,6 Punkte, wie das Münchner Ifo-Institut am Donnerstag mitteilte.

Es war der erste Anstieg seit vier Monaten. Beobachter hatten mit einem Rückgang auf 105,1 Punkte gerechnet. Der deutsche Börsenleitindex DAX legte daraufhin kräftig zu.

„Die deutsche Wirtschaft schlägt sich vor dem Hintergrund der internationalen Verwerfungen weiterhin vergleichsweise gut“, sagte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn. Der leichte Anstieg resultiere aus geringfügig weniger skeptischen Geschäftserwartungen der Unternehmen. Die aktuelle Geschäftslage der Firmen sei unverändert positiv.

Das Ifo-Institut befragt monatlich etwa 7.000 Firmen, wie sie ihre aktuelle Lage und die Erwartungen für die nächsten sechs Monate bewerten.

Die Bundesregierung geht davon aus, dass Wirtschaftsleistung am Jahresende stagniert. Eine Rezession befürchtet sie aber nicht. Für 2012 sagt sie ein Wachstum von 1,0 Prozent voraus , für das zu Ende gehende Jahr werden 2,9 Prozent prognostiziert.

Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler sieht die deutsche Wirtschaft auf gutem Kurs. „Deutschland bleibt Wachstumslokomotive in Europa“, sagte Rösler im Bundestag bei der abschließenden Beratung seines Einzeletats. Er verwies dabei auf eine Wachstumsrate von 2,9 Prozent in diesem Jahr; auch im kommenden Jahr sei ein positives Wachstum zu erwarten. Das belege: „Der deutschen Wirtschaft geht es gut.“