„Das wird man wohl noch sagen dürfen #mundaufmachen“ - Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf posteten anlässlich der vielen Diskussionen um die Aufnahme von Flüchtlingen in Deutschland, dem gehäuften Aufkommen rassistischer Kommentare in den Sozialen Netzwerken und den Anfeindungen einzelner Prominenter ein Video auf Youtube. Sie beziehen Stellung - Zwei Wochen vor Ende der Sommerpause der gemeinsamen Sendung „Circus HalliGalli“.
Nach einer Einleitung durch Joko, begrüßt Klaas seine scheinbar nicht ganz so beliebten Mitmenschen: „Sehr geehrte Ich-bin-zwar-kein-Nazi-aber-Idioten, deprimierte Wahrheitskenner, Hobbyprovokateure und Intelligenzflüchtlinge! Ihr scheut euch nicht, wie all die anderen Waschlappen, die Wahrheit auszusprechen. [...] Ihr faselt von Wirtschaftsflüchtlingen, Sozialschmarotzern, Überfremdung. [...] Ihr lasst euch nichts diktieren, schon gar nicht von der Lügenpresse, selbsternannten Gutmenschen [...] Nennt euch, wie ihr wollt, ihr bleibt erbärmliche Trottel, die sich auf Kosten der Ärmsten der Armen profilieren wollen.“
Joko, über den ebenfalls vor kurzem ein sogenannter Shitstorm wegen eines angeblich kopierten Drinks hereinbrach, führt fort: „Facebook verwechselt, ganz ähnlich, wie ihr, Rassismus mit Meinungsfreiheit.“ Denn auch auf seiner Facebook-Seite gab es kürzlich Anfeindungen gegenüber Flüchtlingen, die von der Plattform nicht gelöscht wurden.
Klaas führt seine Tirade fort: „Ihr seid die Peinlichkeit, die eine Demokratie, eine Fernseh-Show oder eine Facebook-Seite wohl leider ertragen muss. Ihr werdet auch weiter Dummheit mit Meinungsfreiheit verwechseln. Überzieht uns mit einem Shitstorm! [...] Denn keine Fernsehquote, kein Shitstorm kann jemals so schlimm sein, wie der Applaus von Leuten, die auch dann laut klatschen, wenn ein Flüchtlingsboot mit 800 Menschen im Mittelmeer versinkt. Refugees Welcome!“
Geteilt auf den sozialen Netzwerken, liegt der Hashtag „Mundaufmachen“ bei Twitter an zweiter Stelle der Trends. Minütlich kommen weitere Tweets hinzu.
joe



