Star-Regisseur Steven Spielberg (67) dreht mit Oscar-Preisträger Tom Hanks (58) in Berlin und Brandenburg. Die erste Klappe für den Agententhriller ist gefallen, sagte der Sprecher von Filmstudio Babelsberg, Eike Wolf, am Freitag. Das Potsdamer Studio ist Koproduzent des Films. Bis Anfang Dezember werden Spielberg („Lincoln“, „Jurassic Park“) und seine Crew in der Region drehen. Der Streifen mit dem Arbeitstitel „St. James Place“ spielt während des Kalten Krieges der 60er Jahre in Berlin und Moskau.

Neben Hollywoodstar Hanks hat Oscar-Preisträger Spielberg die deutschen Schauspieler Sebastian Koch (52, „Das Leben der Anderen“) und Burghard Klaußner (65, „Das weiße Band“) engagiert. Weitere Darsteller sind unter anderen Mark Rylance und Amy Ryan. Das Drehbuch für den Thriller haben die amerikanischen Regie-Brüder Ethan und Joel Coen gemeinsam mit Matt Charman geschrieben.

Neben den Arbeiten im Studio Babelsberg sind laut Wolf Drehs in Berlin und Brandenburg sowie Polen geplant. Konkrete Orte nannte der Studio-Sprecher nicht. Laut „Bild“-Zeitung gehören jedoch die Oberlandstraße in Berlin sowie der frühere Flughafen Tempelhof dazu. Bekannt ist auch, dass nach den Feierlichkeiten zum Mauerfall am 9. November für den Film die Glienicker Brücke in Potsdam gesperrt werden soll. Sie ist bekannt, weil dort während des Kalten Krieges Agenten ausgetauscht wurden.

In dem Thriller wird die Geschichte des US-Piloten Francis Gary Powers erzählt, der von den Sowjets gefangen genommen und auf der Glienicker Brücke ausgetauscht wurde. Verhandlungsführer der USA war damals der Anwalt James B. Donovan, den Hanks spielt.

Für den Hollywoodstar ist der Dreh in Berlin und Brandenburg schon vertraut: Der Star hat „Cloud Atlas“ in Babelsberg gedreht. Im vergangenen Mai hatte er in Berlin im Studio Adlershof für ein „Ein Hologramm für den König“ vor der Kamera gestanden.