Dass er im deutschen Fernsehen der Mann für extreme Rollen ist, wollte Lars Eidinger am Mittwochabend im Kino Babylon am Rosa-Luxemburg-Platz wieder einmal unter Beweis stellen. Dort sollte der ARD-Film „Der Prediger“ (5. Februar 20.15 Uhr) seine Premiere feiern. Eidinger spielt darin einen verurteilten, seine Unschuld beteuernden Mörder, der im Gefängnis zu Gott gefunden hat und nun Theologie studieren möchte. Die Entscheidung darüber soll Ralf Remberg (Devid Striesow), Referent des Bischofs, fällen. Beide Schauspieler kennen sich schon seit der gemeinsamen Zeit an der Schauspielschule Ernst Busch Ende der 90er-Jahre in Berlin, wie sie vorab erzählten. „Ich spiele wahnsinnig gerne mit Devid, weil er mich als Partner fordert“, so Eidinger über seinen Kollegen. „Außerdem hat er einen großartigen Witz und es macht viel Spaß mit ihm am Set zu sein.“
Das gleiche Kompliment konnte Striesow zurückgeben. „Vor dem Hintergrund, dass wir zusammen im gleichen Jahrgang studiert haben, ist es natürlich immer spannend zu sehen, wie der Weg des anderen verläuft und man wünscht sich natürlich, dass es gut läuft“, so der Berliner. „Und man wünscht sich auf der anderen Seite natürlich auch gute Kollegen, mit denen man spielt. Das war in diesem Fall alles gegeben, Lars und ich verstehen uns prima und insofern war ich sehr glücklich mit ihm.“ Zusammen mit Drehbuchautor Thomas Berger und Produzent Ernst Ludwig Ganzert wollte sich das Duo später den Reaktionen des Publikums stellen.
Klaus Wowereit verleiht Berliner Wissenschaftspreis
Der Berliner Wissenschaftspreis ging in diesem Jahr an die Bildungssoziologin Heike Solga. Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit überreichte ihr die von ihm selbst 2008 ins Leben gerufene Auszeichnung am Mittwochabend im Festsaal des Roten Rathauses. Das Preisgeld in Höhe von 40.000 Euro erhält das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, an dem Solga arbeitet.
Mehr als 50.000 Menschen unterzeichnen Petition gegen Lanz
Eine Online-Petition mit dem Titel „Raus mit Markus Lanz aus meiner Rundfunkgebühr“ sorgt im Internet für Aufsehen. Darin fordert Maren Müller, ehemals Mitglied der Partei Die Linke, eine Absetzung des Moderators. Auslöser war Lanz’ Verhalten gegenüber Sahra Wagenknecht in seiner Talkshow, wo er der Linken-Politikerin mehrmals ins Wort gefallen war. Die Petition haben bisher schon über 50.000 Menschen unterzeichnet.
Witwe von Robert Enke spricht mit schwarzem Humor über ihren Verlust
Teresa Enke, Witwe des früheren Nationaltorhüters Robert Enke, verarbeitet den Tod ihres Mannes und ihrer Tochter, indem sie über die beiden spricht. „Ich rede gerne über Lara und Robert.“, sagte die 37-Jährige der „Gala“. „Aber es kann nicht jeder so damit umgehen wie ich. Ich habe schwarzen Humor. Damit erschrecke ich manchmal die anderen.“ Enke hatte sich vor vier Jahren das Leben genommen, Tochter Lara starb 2006.




