Es sollte Stress werden für Autogrammjäger, Fans und Journalisten, wie es ihn sonst nur während der Berlinale gibt. Selten war die Dichte an internationaler Prominenz in Berlin so hoch wie am Montagabend. Der Grund: Gleich zwei internationale Produktionen feierten Premiere in der Hauptstadt. Zwei Mal wurde der rote Teppich ausgerollt, sowohl am Potsdamer Platz als auch am Admiralspalast fuhren dunkle Limousinen vor, eben so, wie es sich für Hollywood-Stars gehört.

Den Anfang machte an diesem Abend Regisseur Roland Emmerich, der an diesem Abend sein neues Werk „White House Down“ im Cinestar am Potsdamer Platz präsentierte. Für Kreischalarm sorgten seine beiden Hauptdarsteller Jamie Foxx und Channing Tatum, die nacheinander aus schwarzen Limousinen stiegen und ihre weiblichen Fans zum Ausrasten brachten. „Ich freue mich wahnsinnig hier zu sein“, sagte Foxx am roten Teppich. „Es ist toll, hier den Film zu präsentieren, in dem ich den Präsidenten der Vereinigten Staaten spielen darf – ein fantastisches Gefühl.“ In dem Action-Film geht es um einen Personenschützer, in dessen Händen nach einem Überfall auf das Weiße Haus das Leben seiner Tochter, des Präsidenten und die Zukunft der USA liegen.

Ein Film mit viel Zündstoff, der auch allerhand Prominente anlockte. Gekommen waren unter anderem Schauspielerin Katja Flint, Comedian Oliver Kalkofe, Eva Habermann und Julia Dietze. Auch der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) wollte sich den Thriller nicht entgehen lassen, obwohl er auch zur Premiere von „Liberace – Zuviel des Guten ist wundervoll“ geladen war. „Es war eine sehr schwere Entscheidung für mich, aber ich habe mich für Roland Emmerich entschieden, weil er ein guter Bekannter ist“, sagte Wowereit, der den Regisseur mit einer herzlichen Umarmung begrüßte.

Michael Douglas ist schon seit Sonntag in Berlin

Entgehen lassen mussten er sich dafür den Auftritt von Schauspielerlegende Michael Douglas, der bereits seit Sonntag in Berlin weilt, um seinen Film „Liberace – Zuviel des Guten ist wundervoll" vorzustellen. Der 68-Jährige spielt in dem Drama von Steven Soderbergh den homosexuellen amerikanischen Pianisten Władziu Valentino Liberace.

Nicht nur auf seinen Filmpartner Matt Damon, auch auf seine Ehefrau Catherine Zeta-Jones musste Michael Douglas nach den Trennungsschlagzeilen der letzten Tage bei seiner Premiere verzichten. Gesellschaft auf dem roten Teppich bekam er stattdessen von seinen deutschen Kollegen Detlev Buck, und Tom Schilling, Moderatorin Dunja Hayali und Sänger Max Raabe, die zuerst beim Empfang im Admiralspalast und bei der anschließenden Aftershowparty mit ihm anstoßen wollten.