Laura lästert

Schauspielerin Veronica Ferres goes to Hollywood

Foto: KRAUTHOEFER

Autorin Laura Fölmer amüsiert sich über die deutsche Prominenz. Dieses Mal fragt sie sich, was aus „Superweib“ Veronica Ferres geworden ist.

Was ist eigentlich aus dem Superweib geworden? Aus der drallen Blondine, die zu Beginn ihrer Karriere selbstbewusst zu ihren Kurven stand? Überaus sympathisch wirkte der ehemals wohlgenährte Wonneproppen Veronica Ferres beispielsweise in Helmut Dietls „Rossini“. Kaum vorstellbar, dass sie 1994 eine wasserstoffblonde Proll-Braut in Tom Gerhardts „Voll Normaaaal“ mimte.

Mittlerweile will Vroni, Tochter eines Kohle- und Kartoffelhändlers, aber mehr sein als nur der Inbegriff des deutschen Vollweibs. Verständlich. Als Verlobte eines Multimillionärs hat man hohe Ansprüche, auch an sich selbst. Deshalb wird auf Englisch getwittert und bei jeder Gelegenheit betont, wie viel man doch im Ausland unterwegs sei. Stress pur. Noch nicht mal zum Heiraten ist genügend Zeit da.

„Ja, die Dreharbeiten mit John laufen gut“, ließ sie zuletzt bei einem Gespräch beiläufig einfließen. „John Malkovich meine ich, eine englischsprachige Produktion.“ Ärgerlich nur, dass Hollywood grundsätzlich eher auf Size Zero statt auf Doppel D steht. Mit ersterem wird La Ferres zwar nie aufwarten können, jedoch ist die 47-Jährige in den letzten Monaten erstaunlich schlank geworden.

Und auch ihre Gesichtszüge haben sich, sagen wir, überaus gut regeneriert. Praktisch, wenn man so gute Gene hat. Benötigt doch in den USA jeder zweite Schauspieler für so etwas Botox oder gar ein Lifting. Aber vielleicht ist es ja Veronicas Mission, ein bisschen deutsche Natürlichkeit in die weite Welt hinauszutragen. Und wenn das nicht funktioniert: Mit ihrem Akzent wird sie ganz geschickt ein kleines bisschen Deutschland in jeden ihrer Filme einfließen lassen. Da freut sich sicher auch John Malkovich.

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