Neuer Film

Mirjam Weichselbraun hält nichts von einer Frauenquote

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Annika Schönstädt

Foto: Sat.1

„Bei einem Job muss es nach der Qualifikation gehen“, sagt die Schauspielerin. Spaß an Geschlechterklischees hat sie allerdings, wie die neue Sat.1-Komödie „Zur Sache, Macho!“ zeigt.

In ihrer österreichischen Heimat gehört Mirjam Weichselbraun beinahe schon zum heimischen Kulturgut. Bereits zwei Mal durfte sie vom gesellschaftlichen Höhepunkt – dem Wiener Opernball – berichten.

Aber auch die Deutschen haben die Moderatorin mit dem charmanten Akzent in ihr Herz geschlossen. Nach ihren Anfängen im Musikfernsehen und einer Zweitkarriere als Schauspielerin wird sie am 26. April zum ersten Mal den Deutschen Filmpreis moderieren.

Wenig Verständnis für eine Frauenquote

Ja, sie hat es grenzüberschreitend geschafft. Vielleicht hält die 31-Jährige auch deshalb nichts von der Frauenquote. „Ich finde, bei einem Job muss es nach der Qualifikation gehen“, sagt sie und ist sich trotzdem bewusst, dass es ihre Geschlechtsgenossinnen oft schwerer haben, ganz nach oben zu kommen.

Auch sie selbst habe die Erfahrung gemacht, dass Männer erfolgreiche Frauen oft mit Argwohn betrachten. „Männer gelten als ehrgeizig, wenn sie ihre Karriere verfolgen, Frauen gelten leider schnell als verbissen, wenn sie das tun.“

Weichselbraun hat keine Angst vor Machos

Angst vor Machos ist der Österreicherin trotzdem fremd. „Ich kenne ganz viele Männer, die nach außen hin große Sprüche klopfen und in Wirklichkeit ganz anders sind“, verrät sie. Frauen wünschten sich manchmal sogar eine starke Schulter zum Anlehnen. „Ich kann zum Beispiel solche Frauenversteher gar nicht ausstehen, die immer sehr viel reden, verständnisvoll tun und denken, sie würden dich besser kennen als du dich selbst.“

In ihrer eigenen Beziehung muss sich Mirjam Weichselbraun über solche Probleme offenbar keine Gedanken machen. Die gebürtige Innsbruckerin ist seit Anfang des Jahres mit dem erfolgreichen Musikmanager Ben Mawson liiert. „Bei uns gibt es keine klassische Rollenverteilung“, erzählt sie. „Ich würde aber auch nicht sagen, dass ich nie koche.“

Trotz aller Aufgeklärtheit hat Mirjam Weichselbraun Spaß an Geschlechterklischees. „Frauen sind zickig, Frauen rasten schnell aus, Frauen brauchen immer lange im Bad. Männer hören nie zu und sind nicht einfühlsam.“ Was passiert, wenn diese scheinbar natürlich gegebene Ordnung auf den Kopf gestellt wird, können die Fans des Multitalents am Dienstag in der Komödie „Zur Sache, Macho!“ (20.15 Uhr, Sat.1) beobachten.

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