Lungenkrebs

Peter Maffay krempelte nach Fehldiagnose sein Leben um

Der Sänger dachte, er hätte Lungenkrebs, und entschied sich nach der Fehldiagnose gegen Alkohol und Zigaretten.

Foto: Carsten Rehder / dpa

Peter Maffay (63) krempelte sein Leben nach einer Fehldiagnose komplett um.

Im Interview mit dem „ZEITmagazin“ sagte der legendäre Sänger, bekannt mit Titeln wie „Über sieben Brücken musst du gehn“, dass man einst fälschlicherweise Lungenkrebs bei ihm feststellte und er sich daraufhin für einen gesünderen Lebensstil entschied.

So trank Maffay sehr viel Whiskey und rauchte viele Zigaretten, was sich auch in seiner Arbeit niederschlug. „Jeder Tropfen Alkohol ab einem gewissen Limit führt zu einem schlechteren Ergebnis“, ist Maffay heute überzeugt. „Man glaubt nur, es klingt gut, was man spielt. Am nächsten Tag, nüchtern, hört man sich das Zeug an und sagt, um Gottes willen, war ich das?"

Lungenkrebs als Quittung für jahrelanges Rauchen

Der Wendepunkt kam jedoch erst beim Arzt, der ihm mitteilte, er habe Krebs. „Da dachte ich, okay, das war es dann, das ist jetzt die Quittung für 80 Zigaretten am Tag, kaum Schlaf und viel Alkohol“, gab der Deutschrocker preis. „Die Labilität, die der Alkohol erzeugt hatte, wurde auf der Bühne sichtbar. Da flogen Gitarren, da wurde Kleinholz gemacht, da ging’s rauf und runter mit der Stimmung.“

Die Krebsdiagnose sei für ihn, wie eine Rettung gewesen, so Maffay. „Ich habe dann von einem Tag auf den anderen aufgehört zu trinken und zu rauchen. Wenn die Angst groß genug ist, ist es einfach. Ich hatte einfach Angst um mein Leben.“

Es war am Ende nur ein Virus gewesen

Letztendlich stellte sich das Ganze jedoch als Fehldiagnose heraus. „Es war nur ein Virus, der dank Medikamenten innerhalb von 14 Tagen einfach verschwand", so der 63-Jährige. „Glück gehabt. Da dachte ich mir, das ist deine Chance.“

Seither habe er zwar ab und zu ein Bier getrunken, meide aber Whiskey. „Und die Lust auf Zigaretten ist einfach vorbei."