Seitensprung-Virus

Promi-Beziehungen sind in Hollywood nicht von Dauer

Die Krise des „Twilight“-Paares Robert Pattinson und Kristen Stewart bestätigt die Regel: Promi-Beziehungen sind zum Scheitern verurteilt.

Foto: DAPD

Als US-Medien ihren angeblichen Seitensprung mit dem Regisseur Rupert Sanders aufdeckten, sprudelte Kristen Stewart geradezu über vor Bekenntnissen zu ihrem Freund. „Ich liebe dich, ich liebe dich“, versicherte sie ihrem Freund und Leinwandpartner Robert Pattinson in aller Öffentlichkeit. Jetzt sprechen Stewart (22), die in den „Twilight“-Filmen die schöne Bella spielt, und der Brite Pattinson (26) nicht mehr miteinander, wie das „People“-Magazin berichtete.

Er war vor der Kamera ein strahlend schöner Vampir, wurde zu ihrem Geliebten, Ehemann und Kindesvater. Gänzlich anders verhält es sich mit dem Paar nun in der Realität: Beide Hollywoodstars haben die gemeinsame Wohnung in Los Angeles verlassen. Pattinson packte seine Sachen zuerst. Stewart zog nur Stunden später aus. Aber wohin? Das ist nicht bekannt.

Glaubt man den US-Medien, hatte die bildschöne Schauspielerin keinen Sex mit dem fast 20 Jahre älteren Regisseur Sanders, einem Ehemann und Vater von zwei kleinen Kindern. Beweise gibt es jedenfalls nicht. Tatsächlich zeigen die Fotos, die das „Us“-Magazin heimlich schoss und in seiner neuen Ausgabe veröffentlicht, Sanders und Stewart „nur“ beim Küssen.

Nach drei Jahren Beziehungs-Aus

Stewart hatte kürzlich in Sanders' Debüt-Spielfilm „Snow White And The Huntsman“ gespielt. Die Dreharbeiten für den zweiten Teil sollen bald beginnen, heißt es bei „People“. Derweil bereitet sich Pattinson auf seine Rolle in einem australischen Film vor. Ob das populäre Paar die Krise seiner gut dreijährigen Beziehung überwindet, beschäftigt nicht nur die vielen „Twilight“-Fans in aller Welt.

Ob aber nun zusammen oder getrennt: Spätestens bei den MTV-Videomusikpreisen am 6. September werden Kristen und Rob als die Verleiher einer Auszeichnung wieder zusammen im Scheinwerferlicht stehen. Und die Werbetour für den letzten Teil der „Twilight“-Vampir-Serie, der Mitte November in die Kinos kommt, dürfte ihnen ebenfalls Gelegenheit geben zu prüfen, ob die Chemie zwischen ihnen vielleicht doch noch stimmt.

Meist können auch öffentliche, reumütige Entschuldigen – wie jetzt im Fall der „Twilight“-Stars – den Riss in der Beziehung nicht mehr kitten, wie unlängst das Beziehungs-Aus zwischen Demi Moore (49) und Ashton Kutcher (34) gezeigt hat. Die US-Schauspielerin zog im November 2011 einen Schlussstrich unter ihre Ehe mit Ashton Kutcher. Dieser war zwei Monate zuvor in die Schlagzeilen geraten, als eine 22-jährige Kalifornierin über eine angebliche Sexaffäre mit dem Schauspieler geplaudert hatte. Der Seitensprung soll ausgerechnet am sechsten Hochzeitstag des Paares passiert sein. Sechs Monate nach der Trennung bat Kutcher seine „Ex“ zwar in einem öffentlichen Geständnis tränenreich um Verzeihung, doch das Paar blieb getrennt.

Haifischbecken Hollywood

Gerade das Haifischbecken Hollywood, der Ort in Amerika mit der höchsten Promidichte, scheint von dem Seitensprungvirus am schlimmsten befallen zu sein. Bieten sich den hoch bezahlten Celebrities doch zahlreiche Möglichkeiten für außereheliche Affären. Etwa am Set mit dem Filmpartner, bei Veranstaltungen und Charity-Events mit reichen Business-Ehefrauen, mit Escortdamen und -herren in elitären Clubs rund um den Sunset Strip. Oder sogar mit der eigenen Haushälterin wie im Fall von Arnold Schwarzenegger.

Bis zur Silberhochzeit im April 2011 galten der Ex-Schauspieler und Gouverneur von Kalifornien und die Kennedy-Nichte Maria Shriver als Traumpaar der amerikanischen High Society. Eine ruhige Ehe ohne größere Skandale. Doch zu Beginn der Politkarriere des „Gouvernators“ gab es schon Gerüchte, Schwarzenegger sei ein Schürzenjäger, der keine Gelegenheit für ein schnelles Vergnügen auslasse.

„Unbegreifliche Schmerzen“

Schließlich kamen Gerüchte über eine langjährige Affäre mit seiner Haushälterin ans Tageslicht, mit der er sogar einen Sohn gezeugt haben soll. Das war dann auch Maria Shriver zu viel. Die Eheleute gingen auseinander. Nachdem Schwarzenegger öffentlich gestanden hatte, ein inzwischen 13 Jahre altes Kind mit der Haushälterin der Familie zu haben, reichte Shriver im Juli die Scheidung ein. „Ich übernehme die ganze Verantwortung für den Schmerz, den ich damit verursacht habe“, ließ Schwarzenegger mitteilen und entschuldigte sich bei Shriver und den gemeinsamen Kindern.

Einer von zahlreichen ähnlichen Fällen ist jener von Sandra Bullock (48) und Jesse James (43). Er habe seiner Frau und seinen drei Kindern „unbegreifliche Schmerzen“ zugefügt, sagte James im März 2010 in einer Stellungnahme nach einem Seitensprung. Er hatte eine Affäre mit der Tattoo-Künstlerin Kat von D, während Bullock zu Dreharbeiten unterwegs war. Die Oscar-Gewinnerin trennte sich nach fast fünf Jahren Beziehung von James. Dieser soll während der gesamten Ehe mit Bullock eine ganze Reihe von Liebschaften gehabt haben, wie US-Medien berichteten. Ironischerweise hat Kat von D ihrem Jesse James, kurz nachdem dieser sich von Bullock getrennt hatte, den Laufpass gegeben. Sie war nun mit Nikki Sixx, dem Bassisten der US-Rockband Mötley Crüe, liiert. Dieser soll wiederum bereits im Jahr 1989 eine Affäre mit Demi Moore gehabt haben, als die gerade frisch mit Bruce Willis verheiratet war.

Sexeskapaden auch außerhalb Hollywoods

Aber nicht nur in Hollywood gibt man sich rücksichtslos seinen Gelüsten hin. In Großbritannien erzählte ein Mann von seinen Sexeskapaden, von dem man eigentlich anderes gedacht hätte. Take-That-Sänger Mark Owen (40) gab im März 2010 zu, jahrelang seine Freundin und spätere Ehefrau Emma betrogen zu haben. In den fünf Jahren Beziehung sei er mindestens zehnmal fremdgegangen, sagte er in einem Interview. Seine Affäre mit einer 14 Jahre jüngeren Finanzexpertin dauerte fünf Jahre und war auch nicht zu Ende, als seine Kinder auf die Welt kamen und er Emma 2009 vor den Traualtar führte. Emma gab ihm dennoch eine zweite Chance, vor wenigen Tagen bekam das Paar sein drittes Kind.