Dass Gary Barlow (40) nach einigen Jahren als festes Mitglied der Erfolgsband „Take That“ weiß, wie der Hase im Musikbusiness läuft, kommt ihm derzeit ziemlich zugute. Der Grund: Der smarte Sänger streicht nämlich nicht mehr nur das eine oder andere Sümmchen Geld durch seine Auftritte mit Robbie Williams (37), Mark Owen (39) und Co. ein. Der Brite hat sich noch einen lukrativen Nebenjob beim Fernsehen besorgt und steht derzeit regelmäßig als Juror der englischen Ausgabe der Castingshow „X Factor“ vor der Kamera.

Allerdings tritt Barlow nicht nur als Jurymitglied in der Sendung auf, er hat sich zudem die Rechte dafür gesichert, den Song für den Gewinner schreiben zu dürfen, was sein Honorar zusätzlich um fast das Doppelte in die Höhe treibt. Nach Informationen des Boulevardblattes „The Sun“ verdient der Musiker allein durch den Hit für den Sieger mehr als eine Million Euro, diese werden ihm noch zusätzlich zu seiner Gage von rund 1,7 Millionen Euro gezahlt. Eine Quelle sagte der Zeitung dazu: „Für Gary ist das eine gute Möglichkeit, schnell an viel Geld zu kommen, denn es ist meistens nicht so, dass es nur einen einzigen Gewinner gibt. Oftmals werden auch die Zweit- und Drittplatzierten gefördert und kommen groß raus und wenn er Glück hat, könnte er gleich für alle Sieger die Songs schreiben.“ Wie es scheint, hat der Künstler mit seinem neusten Projekt einen extra dicken Fisch an Land gezogen, denn laut „Sun“ springt für Barlow abgesehen von dem Gehalt auch noch eine Gewinnbeteiligung für den Erfolg des Liedes heraus.

Damit ist das Mitglied von „Take That“ in Großbritannien momentan so etwas wie die englische Version von Dieter Bohlen (56). Schließlich hat auch der deutsche Pop-Titan durch seine langjährige Teilnahme an der ähnlichen Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ Millionen eingestrichen und war an dem Erfolg der Gewinner maßgeblich beteiligt. Mittlerweile ist der Ex-Sänger von „Modern Talking“ aus der Jury der Sendung nicht mehr wegzudenken – eher im Gegenteil, „DSDS“ ist allein deshalb so ein Quotengarant, weil sich Bohlen durch seine frechen Sprüche und durch sein Auftreten selbst zur Kultfigur gemacht hat.

Im Fall von Gary Barlow kann man wohl noch nicht von einem solchen Status sprechen, aber dennoch scheint der 40-Jährige bereits Eindruck bei seinen Kollegen und den eingefleischten Fans hinterlassen zu haben. Im vergangenen Jahr brachte der Musiker bereits den „X Factor“-Gewinner Matt Cardle (28) groß raus und textete für ihn das Lied „Run For Your Life“, das ab dem 9. Oktober dieses Jahres erhältlich sein wird.

Doch obwohl der Brite durch „X Factor“ seinen Verdienst als freischaffender Künstler und Juror bereits enorm aufstocken konnte und er sich in dem Sinne nicht beschweren dürfte, hat der in Frodsham geborene 40-Jährige dennoch klare Prinzipien, die ihm sogar noch wichtiger zu sein scheinen als die Millionen. Ein Insider erklärte der „Sun“: Gary hat von Anfang an gesagt, dass er lediglich den Songtext für einen ernst zu nehmenden Künstler schreiben würde und nicht für eine musikalische Eintagsfliege. Das wäre für ihn zu peinlich, es geht ihm da mehr um die Beständigkeit als um das Geld.“

Das Gute: Damit behält auch „X Factor“ seine Glaubwürdigkeit, ein Interesse an der Auswahl eines echten Sängers zu haben. Der Insider der „Sun“ erklärte dazu weiter: „Das bedeutet doch einfach nur, dass die neue “X Factor”-Single eben nicht nur ein weiterer Cover-Hit sein wird.“ Bei der Talentsuche bekommt Barlow übrigens tatkräftige Unterstützung von den Sängerinnen Kelly Rowland (30) und Tulisa (23) sowie von Musikmanager Louis Walsh (59). Den Gewinner wollen die vier am 11. Dezember dieses Jahres bekannt geben.