Kleinkrieg

Oliver Pocher findet Harald Schmidt "unsouverän"

Comedian Oliver Pocher hält seinem ehemaligen Late-Night-Partner Harald Schmidt in einem Interview regelrechtes "Pocher-Bashing" vor und erklärt, wen von seinen Kollegen er als Orientierungshilfe für persönliche Entscheidungen in Betracht zieht.

Foto: pa/dpa/Eibner

Comedian Oliver Pocher hat mit seinem früheren Vorbild und Late-Night-Partner Harald Schmidt gebrochen. Schmidt habe ein „Pocher-Bashing“ für sich entwickelt, das er „komplett unsouverän“ finde, sagte der 33-Jährige dem „Playboy“ in einem am Mittwoch vorab verbreiteten Interview.

Er habe in der gemeinsamen Zeit bei der ARD viel von Schmidt gelernt. „Aber die Frage ist, ob reiner Zynismus dich wirklich weiterbringt“. Hingegen sieht Pocher in Moderator Günter Jauch eine Orientierungshilfe. „Wenn Günter Jauch einem was erzählt, weiß man, das hat Hand und Fuß.“ Jauch sei „einer von denen, die ich mit einbeziehe, wenn es in irgendeiner Weise beruflich was zu entscheiden gibt“.

Schmidts freche Sprüche über Pocher

Unter anderem wirkte Pocher bereits bei der Show "5 gegen Jauch" mit, die auf RTL läuft. Außerdem wird er in der Sendung "Alle auf den Kleinen“ zu sehen sein – mit einem ähnlichen Konzept wie "Schlag den Raab". Dabei tritt er wie im Quotengarant bei ProSieben in unterschiedlichen Aufgaben, von einfachen Spielen bis zum intelligenten Quiz, gegen seine Gegner an.

Von Schmidt kassierte Pocher deshalb einen allerdings frechen Spruch: Schmidt hatte den Wechsel unter anderem so kommentiert: „Mein lieber Freund hat wieder einen Mega-Deal an Land gezogen. Verdammt nochmal, der hat das Business kapiert. Late-Night kann er, damit ist er durch. Jetzt macht er eine Show, da tritt er gegen Kandidaten an in sportlichen Disziplinen, in Allgemeinwissen, in Quizsachen – ich hab so was noch nie gesehen.“

Pocher war in der Sendung mit Harald Schmidt von 2007 bis Ende April 2009 in der ARD zu sehen, danach wechselte der Comedian zu Sat.1. „Das war von vornherein ein zeitlich begrenztes Experiment – und zwar von beiden Seiten“, sagte Schmidt-Produzent Fred Kogel später über den offiziellen Grund für die Trennung.

Kleinkrieg auch mit den Beckers

Tatsächlich hatte es eine öffentliche Diskussion über das nachlassende Niveau der Show gegeben, nachdem die Rapperin Lady Bitch Ray in einer Sendung Pocher ein Döschen mit angeblichem "Vagina-Sekret" schenkte. Nach Pochers Weggang erzählte Schmidt über die Zusammenarbeit: "Wenn er zu sehr störte in einer Redaktionskonferenz, dann habe ich ihm auch schon mal direkt gesagt: 'Halt die Fresse.' Damit war es geregelt."

Schmidt ist übrigens nicht der Einzige, mit dem sich Pocher bekriegt. Mit Boris Becker, dem Ex-Verlobten von Pochers Frau Sandy, liefert er sich einen regelrechten Kleinkrieg. Pocher hatte Becker unter anderem "aufgedunsene Kackwurst" genannt. Beckers Ehefrau Lilly konterte daraufhin über Twitter: "F*** You Pocher".