Friedenskirche in Potsdam

Schaulustige warten auf Hohenzollern-Hochzeit

Trotz des nichts sonderlich guten Wetters haben sich bereits vier Stunden vor der Trauung von Georg Friedrich Prinz von Preußen und Sophie Prinzessin von Isenburg Schaulustige vor der Friedenskirche in Potsdam versammelt. Die Braut wird ein Kleid des Modedesigners Wolfgang Joop tragen.

Bei grauem Himmel und Nieselregen haben sich am Samstagmorgen erste Schaulustige für die Hohenzollern-Hochzeit in Potsdam eingefunden. Am abgesperrten Straßenrand vor der Friedenskirche in Potsdamer wurden gegen 8.00 Uhr - vier Stunden vor der Trauung - bereits die ersten Klappstühle aufgestellt. Am Mittag sollten in der Kirche Georg Friedrich Prinz von Preußen (35) und Sophie Prinzessin von Isenburg (33) getraut werden.

Unterdessen blickten die Mitarbeiter von Georg Friedrich Prinz von Preußen sorgenvoll gen Himmel. Nach den drückend heißen Temperaturen am Vortag hat sich das Wetter deutlich verschlechtert und es muss mit Regen gerechnet werden. Dann könnte die geplante Kutschfahrt im nachtblauen Landauer ausfallen. Die Brautleute würden dann im Rolls-Royce nach der Trauung durch die Potsdamer Innenstadt zum Empfang in den Neuen Kammern fahren.

Damit die rund 650 Gäste trockenen Fußes zur Kirche kommen, stehen laut Veranstalter 541 Schirme in leuchtendem Blau bereit. Auch die Braut werde gut beschirmt, versicherte Matthias Zeckert von der Veranstaltungsagentur Germanarts. Sie müsse nur einen kurzen Weg zurücklegen, der zum Teil überdacht sei.

Braut des Preußen-Prinzen trägt Kleid von Wolfgang Joop

Prinzessin Sophie von Isenburg wird den Prinz von Preußen in einem Kleid des Modedesigners Wolfgang Joop heiraten. Der in Potsdam ansässige Modemacher habe es exklusiv für die Hochzeit in der Friedenskirche entworfen, teilte die Generalverwaltung des vormals regierenden Preußischen Königshauses wenige Stunden vor der kirchlichen Trauung am Samstag mit.

Zur Hochzeit waren den Angaben zufolge 650 Gäste geladen. Der 35-jährige Prinz von Preußen ist der Urenkel von Wilhelm II., dem letzten deutschen Kaiser. Er ist seit 1994 Chef des Hauses Hohenzollern. Er und seine zwei Jahre jüngere Braut leben in Berlin.

Exklusives Hochzeitsservice aus Berlin

Das Hochzeitsservice ist ein herausragender Wunsch des Brautpaares auf der Geschenkliste. Es wurde bei der Königlichen Porzellan-Manufaktur (KPM) Berlin in Auftrag gegeben, so ein Sprecher des Hauses Hohenzollern. In Gold und Bleu mourant leuchtet auf dem Service das Monogramm von Georg Friedrich Prinz von Preußen (35) und seiner Braut Sophie (33). Der Schriftzug wurde per Hand aufgemalt. Ein zarter Rand in dem matten Blau ziert das gesamte Service. Die besondere Farbe hat Tradition bei KPM. Der erste Auftraggeber war Friedrich der Große. Bereits 2009 hatte das Unternehmen ein Frühstücksservice für den Chef des Hauses Hohenzollern kreiert.

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