Stippvisite

Paris Hiltons Winke-Winke an der Wursttheke

Geschäftstüchtige Paris Hilton: Ihre Werbetour führte sie auch nach Deutschland. In Frankfurt ließ sie sich zu einer Liebeserklärung hinreißen.

Winke-Winke zwischen Wurst und Wertpapieren: Mit einem nicht ganz gewöhnlichen Reklame-Marathon hat Hotelerbin Paris Hilton in Frankfurt eine Werbekampagne für einen Dosen-Prosecco begonnen.

Umgeben von zahlreichen Journalisten und TV-Kameras im Blitzlichtgewitter rührte die 29-Jährige in einem Nebenraum der Deutschen Börse deutlich verspätet, aber milde lächelnd die Werbetrommel für das spritzige Getränk eines österreichischen Herstellers. Nach wenigen Minuten war das Ganze schon wieder vorbei: „I love Germany“, sagte Hilton – und verschwand.

Bodenständiger sollte es am späteren Nachmittag zugehen: Zunächst wollte die Millionen-Erbin werbend in ein Kaufhaus auf der Einkaufsmeile Zeil stöckeln, später sollte sie in einem Supermarkt zwischen Wurst- und Käsetheke ein Glas Sekt schlürfen. Vertrauter dürfte sich das Glamour-Girl sicherlich am Abend fühlen: Die Blondine stand laut Programm im angesagten Frankfurter King Kamehameha Club auf der Gästeliste.

Frankfurt ist Paris Hilton nicht ganz neu, allerdings hat sie keine guten Erinnerungen an die Main-Metropole: Bei ihrer letzten groß angekündigten Stippvisite verbarrikadierte sich die US-Amerikanerin in ihrem Hotelzimmer – angeblich, weil sie herausbekommen hatte, dass sie in einem Rotlicht-Etablissement auftreten sollte.

Vom Mainufer aus wollen Hilton, das werbende Gesicht der Rich AG, und ihr Tross dann Richtung Süden steuern und auch in Stuttgart mit Tiroler Prosecco anstoßen. Nach Angaben ihrer Agentur steigt sie dazu in einen ICE – mit selbst gekauften Tickets, nachdem die Deutsche Bahn die Hilton-Anfrage nach Gratis-Fahrscheinen abgelehnt hatte.

„Gereist wird in der 1. Klasse“, betonte das Management. „Paris wollte unbedingt einmal mit der Bahn fahren – mit der Deutschen Bahn, damit Fans und die Presse sie hautnah erleben dürfen, während sie sich Deutschland aus nächster Nähe ansehen kann.“ Außerdem wolle sich Paris Hilton „selbst ein Bild vom Stuttgarter Bahnhof und von den Plänen des Megaprojekts Stuttgart 21 machen“. Und abends geht's dann in eine schwäbische Disco – logisch.

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