Schmuggelverdacht

Oliver Kahn muss 125.000 Euro Strafe zahlen

Luxuskleidung für mehrere tausend Euro wollte Oliver Kahn am Zoll vorbei nach Deutschland einführen. Doch er wurde erwischt und deshalb verurteilt.

Foto: picture alliance / dpa / picture alliance / dpa/dpa

Teures Ende einer Shoppingtour von Ex-Fußballnationaltorwart Oliver Kahn nach Dubai: Der 41-Jährige hat wegen versuchter Steuerhinterziehung eine Geldstrafe von 125.000 Euro auferlegt bekommen. Der Landshuter Landgerichtsvizepräsident Christoph Fellner bestätigte am Donnerstag Medienberichte, wonach der Ex-Torwart vom Amtsgericht in Landshut am Mittwoch zur Zahlung der Geldsumme verurteilt wurde.

Der frühere Nationalkeeper hatte nach einer Reise am Münchner Flughafen die gekauften Kleidungsstücke nicht beim Zoll angemeldet. Wäre Kahn von den Beamten nicht ertappt worden, wären dem Staat Einfuhrabgaben in Höhe von rund 2000 Euro entgangen. „Er hatte Kleidungsstücke und Manschettenknöpfe in Dubai eingekauft im Gesamtwert von nicht ganz 7000 Euro“, erklärte Fellner.

Bei der Ankunft in Bayern hätte Kahn Zoll und Einfuhrumsatzsteuer, vergleichbar der Mehrwertsteuer, zahlen müssen. Der Fußballer sei aber mit seinem Gepäck durch den Ausgang gegangen, bei dem die Reisenden nichts verzollen müssen. „Er hat den falschen Ausgang benutzt“, sagte der Gerichtssprecher. „Dann ist er rausgewunken worden und dann hat man halt die Waren gefunden.“

Ursprünglich hatte die Staatsanwaltschaft für Kahn einen Strafbefehl in Höhe von insgesamt 350.000 Euro beantragt. In der Verhandlung reduzierte das Landshuter Gericht laut Medienberichten den Betrag auf 50 Tagessätze zu je 2500 Euro. In dem Prozess sei es nur um die Höhe der Tagessätze, nicht die Anzahl gegangen. Die Justiz in der niederbayerischen Stadt ist für Straftaten zuständig, die am nahe gelegenen Münchner Airport begangen werden.

Das Management von Kahn wollte den Ausgang des Verfahrens nicht kommentieren. Zu privaten Angelegenheiten Kahns gebe es generell Stellungnahme, sagte ein Sprecher.