Aglaia Szyszkowitz hat neben großen Erfolgen wie „Jenny Berlin“ oder „Billy Kuckuck“ auch manche persönlichen Herausforderungen erlebt. So berichtete die 56-Jährige in ihrem autobiografischen Buch „Von der Rolle“ (192 Seiten, Molden Verlag) von ihrem körperlichen und mentalen Zusammenbruch, der unter anderem mit dem Auszug ihrer beiden Söhne zusammenhing.

Anlässlich ihres neuen Fernsehfilms „Ein Sommer im Schwarzwald“ (am 21. Januar um 20.15 Uhr im ZDF) verrät die Schauspielerin, wer ihr durch ihre schwere Phase half, auf welche wichtigen Fragen sie Antworten sucht und wie sie sich ihren Ängsten stellt.

„Ein Sommer im Schwarzwald“ handelt von einer Frau, die neuen Zugang zum Leben finden muss. Sie selbst waren mit einer tiefen persönlichen Krise konfrontiert, wie Sie in Ihrem autobiografischen Buch „Von der Rolle“ berichteten. Hat so ein Filmprojekt dann auch eine therapeutische Wirkung?

Aglaia Szyszkowitz: Nein, denn dazu sind Dreharbeiten nicht da. Man ist zu sehr auf die Rolle fokussiert, auch wenn es da Parallelen gibt. Meine Figur kann mit Schmerz nicht umgehen und verschließt sich vor der Welt. Es hat mich gereizt, so einen Menschen zu spielen, der durch die Begegnung mit einer jungen Frau wieder aufgerüttelt wird. Wobei wir den Film 2023 gedreht haben, und der Höhepunkt meiner Krise war 2022.