Rückenschmerzen sind ein Volksleiden. Seit vielen Jahren gehören sie zu den häufigsten Gründen für Arztbesuche, Krankenscheine oder Frühverrentungen. Die Schäden für Betroffene und die Volkswirtschaft sind riesig. Eine neue Studie aus Australien kommt nun zu dem Schluss: Die Linderung der Probleme könnte jenseits von Schmerzmitteln und Operationen liegen.

„Die Ergebnisse sind sehr interessant, auch wenn sie nicht ganz auf Deutschland übertragbar sind“, sagt Professor Marcus Schiltenwolf. Der Orthopäde und Schmerztherapeut von der Universitätsklinik Heidelberg war nicht an der Studie beteiligt.

Ihm zufolge lassen sich Rückenschmerzen in akute und chronische Beschwerden unterscheiden. Chronisch sind sie dann, wenn sie seit mehr als zwölf Wochen andauern. Bei der Behandlung wird zunächst nach spezifischen Ursachen gesucht – Brüche, Entzündungen, Nervenschäden. Wird eine solche Diagnose ausgeschlossen, gelten die Rückenschmerzen als nicht spezifisch.

Rückenschmerzen: Meist Ibuprofen und Co., Wärme und Physiotherapie