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Eurovision Song Contest führt 2023 neues Votingsystem ein

Eurovision Song Contest findet 2023 in Großbritannien statt

Eurovision Song Contest findet 2023 in Großbritannien statt

Wegen des russischen Angriffskriegs wird der Eurovision Song Contest (ESC) im kommenden Jahr nicht beim diesjährigen Sieger Ukraine ausgetragen, sondern in Großbritannien. Der britische Beitrag war auf dem zweiten Platz gelandet.

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Beim Eurovision Song Contest wird es 2023 ein neues Votingsystem geben. Denn in Zukunft soll das Publikum mehr Einfluss bekommen.

Berlin. Wer jemals den Eurovision Song Contest gesehen hat, der weiß: Die Meinungen der Zuschauer und der Jury gehen oft sehr auseinander. Das führte nicht selten dazu, dass Acts, die beim Juryvoting in den Top-Plätzen waren, nach dem Zuschauervoting in den Rängen abrutschten.

Diese Diskrepanz könnte nun Vergangenheit sein. Denn das Publikum soll beim ESC 2023 in Liverpool mehr Einfluss bekommen. Die veranstaltende Europäische Rundfunkunion (EBU) teilte am Dienstag mit, dass im Halbfinale nun ausschließlich die Zuschauerinnen und Zuschauer entscheiden sollen, welche Länder in das Finale einziehen.

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ESC 2023: Zuschauer außerhalb des Eurovision-Gebiets dürfen abstimmen

Eine weitere Neuerung: Zukünftig sollen auch ESC-Fans außerhalb des Eurovision-Gebiets abstimmen dürfen. „Ihre Stimmen werden addiert und in Punkte umgewandelt, die sowohl im Halbfinale als auch im Großen Finale das gleiche Gewicht haben wie ein teilnehmendes Land“, so die EBU. Die Fans stimmen in dem Fall online ab, der Wohnort wird per Kreditkarte verifiziert.

Die Ukraine hatte den Eurovision Song Contest 2022 gewonnen, aufgrund des Krieges kann der Wettbewerb aber nicht in dem Land stattfinden und wird im britischen Liverpool abgehalten. Insgesamt nehmen 37 Länder am ESC teil. In den Halbfinals am 9. und 11. Mai 2023 konkurrieren 31 Teilnehmer um 20 Plätze für das Finale am 13. Mai. Die fünf großen Länder und Geldgeber Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien und Großbritannien sind traditionell automatisch dabei, ebenso wie das Siegerland des Vorjahres. (lhel/dpa)

Dieser Artikel erschien zuerst bei morgenpost.de.