Feuer

China: Staatsmedien melden 36 Tote bei Fabrikbrand

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Auf diesem Standbild aus Videoaufnahmen des chinesischen Fernsehsenders CCTV brennt eine Fabrik in der zentralchinesischen Provinz Henan.

Auf diesem Standbild aus Videoaufnahmen des chinesischen Fernsehsenders CCTV brennt eine Fabrik in der zentralchinesischen Provinz Henan.

Foto: Uncredited/CCTV/AP/dpa

Nach Angaben von Staatsmedien sind in Zentralchina mindestens 36 Menschen bei einem Fabrikbrand gestorben. Weitere werden vermisst.

Berlin. Bei einem Fabrikbrand in Zentralchina sind mindestens 36 Menschen ums Leben gekommen. Das berichten chinesische Staatsmedien. Zwei weitere Menschen würden noch vermisst, meldet die Nachrichtenagentur Xinhua unter Berufung auf örtliche Behörden. Das Feuer sei „am Montagnachmittag in einem Werk in der Stadt Anyang in der zentralchinesischen Provinz Henan“ ausgebrochen. Inzwischen ist der Brand gelöscht.

Zu Brandursache wurden zunächst keine Angaben gemacht. Zwei Menschen seien mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus gebracht worden, hieß es in den Berichten. Mehr als 200 Rettungskräfte und 60 Feuerwehrleute waren demnach im Einsatz. Unklar war zunächst, um was für eine Fabrik es sich handelte.

China: Immer wieder schwere Industrieunglücke

In China kommt es immer wieder zu schweren Industrieunglücken. Die Katastrophe weckt Erinnerungen an einen ähnlichen Großbrand im Oktober 2007. Damals kamen bei einem Feuer in einer illegal betriebenen Schuhfabrik im Dorf Hushi in der südostchinesischen Provinz Fujian mindestens 37 Menschen ums Leben. Viele weitere Arbeiter trugen Verletzungen davon. Die vergitterten Fenster wurden für viele zur Todesfalle. Die Polizei nahm später den Besitzer der Fabrik fest.

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Im März 2019 wurden bei einer Explosion in einer Chemiefabrik in Yancheng in der östlichen Provinz Jiangsu 78 Menschen getötet und Häuser in einem Radius von mehreren Kilometern zerstört. Bei einem der bislang schwersten derartigen Unglücke waren 2015 bei der Explosion von Chemikalien in der nördlichen Hafenstadt Tianjin 165 Menschen zu Tode gekommen.

Die Brände und Industrieunfälle sind oftmals auf Fahrlässigkeit und nicht eingehaltene Sicherheitsvorschriften zurückzuführen. Ebenfalls in Henan hatte es 2018 einen Fabrikbrand mit elf Toten gegeben. Auch folgenschwere Wohnhausbrände sind in China keine Seltenheit. So waren vor fünf Jahren in Peking bei einem solchen Brand 19 Menschen ums Leben gekommen. (pcl/afp/dpa)

Dieser Artikel erschien zuerst bei morgenpost.de.