Unwetter

Italien: Tornados wüten über dem Gardasee und bei Rom

Ein Tornado fegt über den südlichen Gardasee.

Ein Tornado fegt über den südlichen Gardasee.

Foto: Twitter/Jöran Steinsiek

Tornados sind in Italien eher seltene Phänomene. Am Donnerstag gab es aber gleich zwei, über dem Gardasee und in der Nähe von Rom.

Peschiera/Civitavecchia. 
  • Italien wurde in den vergangenen 24 Stunden von heftigen Unwittern heimgesucht.
  • Über dem südlichen Gardasee filmten Augenzeugen einen Tornado.
  • Auch einige hundert Kilometer weiter südlich, in der Nähe von Rom, fegte ein Tornado über die Stadt Civitavecchia.

Gardasee-Urlauber wurden am Donnerstagmorgen von einem spektakulären Naturschauspiel aufgeschreckt. Wie mehrere italienische Nachrichtenportale berichteten, hatte sich gegen 8 Uhr über dem südlichen Gardasee in der Nähe von Sirmione und Peschiera ein Tornado entwickelt.

Augenzeugen filmen Tornado über dem Gardasee

Auf mehreren Videos in den sozialen Medien ist zu sehen, wie der meterhohe Luftwirbel über das Wasser fegt. Größere Schäden hat der Tornado nach ersten Erkenntnissen nicht angerichet. Die Feuerwehr prüfe aber noch, ob sich zum Zeitpunkt des Tornados Boote auf dem betroffenen Teil des Sees befunden hätten, hieß es.

Tornado fegt auch über Civitavecchia in der Nähe von Rom

Nicht weniger beeindruckend war ein Tornado, der nur wenig später, gegen 9.30 Uhr, über der Stadt Civitavecchia in der Region Latium zu bewundern war. Der Sturm traf in der Nähe eines Elektrizitätswerkes an Land und entwurzelte mehrere Bäume. Menschen kamen laut Medienberichten offenbar nicht zu Schaden.

Tornados, auch Wind- oder Wasserhosen genannt, sind in Europa vergleichsweise seltene meteorologisches Phänomene. Sie entstehen, wenn unter einer Gewitterwolke feuchtwarme Luft spiralförmig nach oben steigt und die Rotation dabei immer schneller wird.

Große Teile Italiens wurden in den vergangenen Stunden von heftigen Unwettern mit Gewittern und Starkregen heimgesucht. Erst am späteren Donnerstagabend soll sich das Wetter wieder beruhigen.

Dieser Artikel erschien zuerst auf morgenpost.de.

( tok )