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Tom Cruise: Seine Fitness-Geheimnisse für „Top Gun 2“

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Oliver Stöwing
Tom Cruise präsentiert "Top Gun: Maverick" in Cannes

Tom Cruise präsentiert "Top Gun: Maverick" in Cannes

US-Schauspieler Tom Cruise, der in den 80er-Jahren mit dem Film "Top Gun" seinen Durchbruch hatte, war bei der Präsentation des Films "Top Gun: Maverick" bei dem Filmfestival im südfranzösischen Cannes anwesend. Der Film läuft dort außer Konkurrenz.

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Tom Cruise wird bald 60. Doch der Filmstar beeindruckt weiter mit seinem jugendlichen Aussehen. Das sind seine Schönheits-Geheimnisse.

Berlin. Als Kelly McGillis, die in „Top Gun“ seine Geliebte spielt, Redebedarf hat, wirft Tom Cruise sein Motorrad an und übertönt sie mit dem Geknatter. „Ich kann dich nicht hören“, ruft er und braust davon. Es war das Jahr 1986, und niemand sprach von „toxischer Männlichkeit“.

Cruise entsprach dem damaligen Idealbild eines Draufgängers: Mit seinem kantigen Gesicht und seinem sportlichen, aber nicht unnatürlich muskulösen Körper sah der „All American Boy“ aus wie der Kapitän des College-Footballteams. In seinem Gesicht und seinem Gewinnerlächeln spiegelten sich Ehrgeiz, Selbstbeherrschung und eine Spur Kalkül wider.

Am 3. Juli wird er 60 – und Tom Cruise stellt weltweit die „Top Gun“-Fortsetzung „Maverick“ vor. Immer noch ist er mehr Sonnyboy als Senior. Sein Gesicht ist um ein paar harmlose Linien reicher, hat aber nichts von seinen scharfen Konturen verloren. Sein Haar ist dicht und kastanienbraun. Sein Körper: drahtig wie eh und je.

Tom Cruise isst 15 kleine Mahlzeiten pro Tag

Dass er alle Stunts selbst macht – bei ihm klingt es glaubhaft. Wie er es schafft, so fit auszusehen? „Kajakfahren, Höhlenklettern, Fechten, Laufband, Gewichte, Felsenklettern, Wandern, Joggen. Ich mache so viel Verschiedenes“, sagte er zu Reportern auf einer Premiere.

Cruise schwört auf sogenanntes Low-Impact-Training: Statt schwere Hanteln zu stemmen, arbeitet er mit einer niedrigeren, dafür länger andauernden Belastung. Der Körper wird immer wieder neuen Reizen ausgesetzt: An einem Tag steht Walking über Hügel auf dem Programm, am anderen Tag Übungen mit Bändern.

Die Verletzungsgefahr ist gering – wichtiger Punkt gerade bei älteren Jahrgängen und besonders bei Cruise, der Millionenverträge einhalten muss. Auch deswegen vermeidet er Akrobatik. Die Übungen hält er simpel und damit niedrigschwellig. Zwei Tage in der Woche ruht er. Perfektioniert hat diese Methode der Personal Trainer Wesley Okerson (43).

Tom Cruise’ Personal Trainer trainiert jetzt Jeff Bezos

Er begann 2007 Vollzeit für Cruise zu arbeiten, begleitete ihn ein halbes Jahr zu Dreharbeiten nach Berlin. Ob Okerson sich immer noch persönlich für Cruise’ Fitness verantwortlich zeichnet, ist unbekannt. Derzeit trainiert er vor allem Muskelmilliardär Jeff Bezos (58) und wirkt in der Netflix-Serie „Strong“ mit.

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Wichtige Ernährungstipps bekam Cruise von seinem Kumpel David Beckham (47). Bei einem Filmdreh 2018 orderte er 15 kleine Mahlzeiten pro Tag, hauptsächlich Fisch, gegrilltes Gemüse, Huhn, als Snack Früchte und Nüsse.

Als Nahrungsergänzung dient Molkenprotein. Kohlenhydrate vermeidet er. Will er abnehmen, reduziert er die Kalorienzufuhr auf 1200 pro Tag. Ausnahmen: keine.

Schönheits-OPs: Kollege lästerte

Welchen Anteil hat nun aber ein Schönheitsarzt an Cruise’ Aussehen? „Ich würde mich nie im Gesicht operieren lassen“, sagte er 2012 dem „Playboy“. Schauspielkollege Cuba Gooding jr. (54) plauderte dagegen in einer Talkshow aus, Cruise einmal zu Hause überrascht zu haben.

Der Filmstar habe verdächtige Blessuren im Gesicht gehabt und gesagt: „Ich war gar nicht auf Besuch eingestellt.“ „Das sehe ich“, will Gooding jr. geantwortet haben. Dessen Karriere nahm übrigens nach dem Lästerinterview keine gute Wendung.

Tom Cruise hat aus Fehlern gelernt

2016 bei den Bafta Awards erschien Cruise mit deutlich gerundetem Gesicht. Viele vermuteten, er hätte mit Collagen-Fillern übertrieben. Als „Hamster im Smoking“ wurde der Actionheld verspottet. Jetzt ist sein Gesicht wieder gewohnt kantig. Der Dermatologe und Facharzt für ästhetische Chirurgie Afschin Fatemi aus Düsseldorf macht aktuell nur leichte ästhetische Behandlungen aus:

„Ein sogenanntes HIFU-Lifting regt über Ultraschall die Kollagenproduktion an und strafft die Haut leicht. Wahrscheinlich profitiert er auch von einer Laserbehandlung, die die Haut auffrischt.“ Sein Fazit: „Tom Cruise hat aus seinen Fehlern gelernt und nimmt nur noch leichte Veränderungen vor. So sieht er natürlich und frisch aus, aber nicht behandelt.“

Dieser Artikel erschien zuerst auf morgenpost.de.