Corona-Pandemie

Corona-Variante Omikron: Wie lange ist die Inkubationszeit?

| Lesedauer: 3 Minuten
Rabea Erradi
Coronavirus: Die typischen Symptome bei einer Omikron-Infektion

Das sind die häufigsten Omikron-Symptome

Die neue Virusvariante Omikron dominiert das Infektionsgeschehen. Diese Symptome deuten auf eine Omikron-Infektion hin:

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Erste Symptome einer Infektion mit Omikron können bereits nach einigen Tagen auftreten. Doch wie lange ist diese Inkubationszeit genau?

Berlin. 
  • Bei einer Infektion mit dem Coronavirus treten die Symptome nicht sofort nach der Ansteckung auf
  • Bei Omikron könnten sie sich allerdings schneller bemerkbar machen als bei anderen Varianten
  • Aber wie lange ist die Inkubationszeit bei einer Omikron-Infektion?

Wie lange dauert es bei einer Omikron-Infektion, bis sich die ersten Symptome bemerkbar machen? Diese Frage beschäftigt derzeit viele Menschen, denn aktuell gehören Risikokontakte und rote Kacheln in der Corona-Warn-App für viele zum Alltag. Plötzlich hat der Freund Covid-19, mit dem man vor wenigen Tagen noch spazieren war, die Kollegin ist infiziert, oder in der Kita sind gleich mehrere Fälle aufgetreten.

Schnelltests schlagen aber häufig nur in einem kleinen Zeitfenster an, weshalb ein negatives Ergebnis noch keine Entwarnung darstellt. Wann kann man als Kontaktperson im Falle einer Infektion mit der neuen Variante mit einem Krankheitsausbruch rechnen?

Was ist die Inkubationszeit?

Als Inkubationszeit bezeichnet man die Zeit, die es dauert, bis nach der Infektion mit einem Erreger – etwa dem Coronavirus – erste Symptome auftreten. Bei vielen Erkrankungen dauert das einige Stunden oder Tage. Es gibt aber auch Krankheiten wie AIDS, die sich erst Jahre nach der Infektion durch Symptome bemerkbar machen.

Corona-Inzidenz in Deutschland erreicht neuen Höchststand
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Corona: Ab wann ist man ansteckend?

Das Robert Koch-Institut (RKI) gibt im epidemiologischen Steckbrief zu SARS-Cov-2 und Covid-19 an, dass die Inkubationszeit "je nach Virusvariante" vier bis sechs Tage betrage. Allerdings gibt es Hinweise darauf, dass es bei Omikron schneller gehen könnte. Das Tückische an Covid-19 ist, dass man bereits vor den ersten Symptomen ansteckend sein kann. Allerdings ist das Übertragungsrisiko höher, je höher die Viruslast ist. Da diese kurz nach der Infektion noch recht gering ist, ist auch die Gefahr, andere Menschen anzustecken, nicht sehr hoch.

Omikron: Studien geben Hinweise auf Inkubationszeit

Als die Omikron-Variante des Coronavirus im vergangenen Herbst erstmals in Südafrika und kurze Zeit später auch in Europa nachgewiesen wurde, sorgte eine Kohortenstudie zu einem Ausbruch in Norwegen für Aufsehen: Auf einer Firmenweihnachtsfeier in Oslo hatten sich rund drei Viertel der Gäste mit dem Virus infiziert. Einer von ihnen war kurz zuvor aus Südafrika zurückgekehrt. Die durchschnittliche Inkubationszeit nach der Feier betrug drei Tage: Am 26. November 2021 fand die Veranstaltung statt, am 29. November wurden bei den meisten Gästen Infektionen gemeldet. Fast alle Gäste waren vollständig geimpft.

Insgesamt spielte sich die Inkubationszeit bei den befragten Infizierten im Zeitraum von "null bis acht Tagen" nach der Weihnachtsfeier ab, heißt es in der Studie.

Inkubationszeit: Schnupfen häufiges Omikron-Symptom

Zu den häufigsten Symptomen von Omikron zählten demnach:

  • Husten (83 Prozent),
  • eine laufende, verstopfte Nase (78 Prozent)
  • Müdigkeit (74 Prozent)

Ganz ähnliche Beobachtungen zur Inkubationszeit sind einer Studie aus dem US-Bundesstaat Nebraska zu entnehmen: Die Forscherinnen und Forscher untersuchten in dem Rahmen ein kleineres Omikron-Cluster im November und Dezember 2021. Alle sechs Mitglieder eines Haushalts hatten sich mit der Variante infiziert, nachdem eines von ihnen kurz zuvor von einer Konferenz mit vielen internationalen Teilnehmenden aus Nigeria zurückgekehrt war. Eine der sechs Personen war vollständig geimpft, vier nach einer vorherigen SARS-CoV-2-Infektion genesen. Der Median der Inkubationszeit betrug innerhalb des Clusters ebenfalls drei Tage.

Dieser Artikel ist zuerst auf morgenpost.de erschienen.

(mit dpa)