Knabberzeug

Rassismusvorwürfe: Bahlsen benennt "Afrika"-Kekse um

Die "Afrika"-Kekse von Bahlsen bekommen nach Rassismusvorwürfen einen neuen Namen.

Die "Afrika"-Kekse von Bahlsen bekommen nach Rassismusvorwürfen einen neuen Namen.

Foto: Screenshot / Bahlsen

Im Internet ist eine Rassismus-Debatte um die "Afrika"-Kekse des Herstellers Bahlsen entbrannt. Jetzt werden die Schokokekse umbenannt.

Hannover. 
  • Keksbäcker Bahlsen nennt seine "Afrika"-Kekse künftig anders
  • Der neues Name lautet "Perpetum"
  • An der Süßigkeit hatte sich eine Rassismus-Debatte entzündet
  • Der Hersteller reagiert auf die Vorwürfe

Der Kekshersteller Bahlsen hat bekannt gegeben, eines seiner Produkte aufgrund von Rassismusvorwürfen umzubenennen. Die "Afrika"-Kekse tragen nun im Rahmen eines Relaunches den Namen "Perpetum", teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Die neuen Produkte sind demnach seit Juni im Handel.

Bereits im Frühjahr hatten sich mehrere Nutzer in den Kommentaren zu einem Bahlsen-Bild bei Instagram über den bisherigen Namen beschwert. Bahlsen betonte in einem Statement, dass der Name "Afrika" keinen rassistischen Hintergrund habe. Bei der Einführung vor 60 Jahren habe man damit den Bezug zum Rohstoff Kakao herstellen wollen. Dieser wird in einigen afrikanischen Ländern angebaut.

Bahlsen spricht von "sehr negativen Assoziationen"

Nun sei aber festgestellt worden, dass dieser Bezug heute nicht mehr so wahrgenommen werde. Teilweise seien sehr negative Assoziationen hervorgerufen worden. "Aus diesen Gründen haben wir uns für die Umbenennung entschieden", sagte der Bahlsen-Sprecher.

Nun gibt es auf Instagram gleichermaßen Kritik an der Umbenennung. "Was ist an dem Namen Afrika rassistisch?", fragt beispielsweise ein User. Eine andere Userin will schlicht wissen: "Gibt es denn keine anderen Probleme?"

Der neue Keks-Name ist nach Konzernangaben vom lateinischen Adjektiv "perpetuus" abgeleitet, was sich mit "beständig" ins Deutsche übersetzen lässt.

(dpa/fmg)

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