Corona-Pandemie

Astrazeneca: Bei diesen Impfschäden haftet der Staat

| Lesedauer: 3 Minuten
Diana Zinkler
Astrazeneca ist laut Forschern verunreinigt

Astrazeneca ist laut Forschern verunreinigt

Laut Forschern ist der Impfstoff Astrazeneca verunreinigt. Was das für die Wirksamkeit und Geimpfte bedeutet, erfahren Sie im Video.

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Jetzt macht das Infektionsschutzgesetz klar, bei schlimmen Nebenwirkungen einer Corona-Impfung haftet bei Unter-60-Jährigen der Bund.

Berlin. 
  • In Deutschland gibt es Unterschiede bei den Impfstoffen
  • Während Moderna und Biontech für alle freigegeben ist, gibt es Astrazeneca und Johnson & Johnson nur für ältere Menschen
  • Wer will, kann dennoch Astrazeneca nehmen - doch was passiert, wenn bei den Unter-60-Jährigen die zwar seltenen, aber doch schwerwiegenden Nebenwirkungen auftreten?

In Deutschland sind derzeit vier Impfstoffe zugelassen. Doch es gibt Unterschiede, nicht alle Impfstoffe werden für alle Impfwilligen empfohlen. Ausnahmen sind die beiden mRNA-Impfstoffe von Biontech und Moderna, sie sind für alle, die sich gegen das Coronavirus impfen lassen wollen, geeignet.

Doch bei den Impfstoffen von Astrazeneca und Johnson&Johnson macht die Ständige Impfkommission (STIKO) eine Einschränkung: Denn vor allem Menschen über 60 Jahren sollen sie bekommen. Jüngere dürfen sich damit impfen lassen, wenn sie das möchten und von ihrem Arzt oder ihrer Ärztin umfassen aufgeklärt wurden.

Doch was passiert, wenn bei den Unter-60-Jährigen die zwar seltenen, aber doch schwerwiegenden Nebenwirkungen auftreten? Bekannteste Nebenwirkung ist die Hinrvenenthrombose. Wer übernimmt in einem solchen Fall die Haftung?

Astrazeneca – und plötzlich treten unerwarteten Schäden auf

Das Bundesgesundheitsministerium antwortet jetzt auf seiner Webseite in seinem Update zum Infektionschutzgesetz auf diese Frage. „Die Impfung von Unter-60-Jährigen mit Astrazeneca und Johnson&Johnson ist von der aktuellen Stiko-Empfehlung ausdrücklich gedeckt.“ Allerdings ist die Voraussetzung dafür, ein dokumentiertes Aufklärungsgespräch mit dem Arzt oder der Ärztin und das Einverständnis des Impflings.

Damit sei auch die Haftungsfrage geklärt: „Die Länder haften, wenn die bekannten Nebenwirkungen auftreten. Der Bund übernimmt die Haftung, wenn unerwartete Nebenwirkungen auftreten. Bei Produktfehlern übernimmt der Hersteller die Haftung. Der impfende Arzt wiederum haftet dafür, dass er die Impfung korrekt verabreicht.“

Schwere Nebenwirkungen: Kurzatmigkeit, Unterleibsschmerzen, Hautblutungen

Wenn Geimpfte nach vier bis 16 Tagen nach einer Impfung mit Astrazeneca oder Johnson&Johnson nach Abklingen der üblichen Impfreaktionen Beschwerden haben, sollten sich die Patienten an ihre Hausärzte wenden. Die Symptome können Kurzatmigkeit, Unterleibsschmerzen oder Schwellungen in Armen oder Beinen sein. Auch bei starken und anhaltenden Kopfschmerzen oder punktförmigen Hautblutungen rät das Bundesgesundheitsministerium, sofort einen Arzt oder eine Ärztin aufzusuchen.

Dabei müssen die Geimpften zwischen normalen Nebenwirkungen wie ein schwerer Covid-Impfarm unterscheiden. Die Reaktionen auf eine Impfung treten eigentlich kurz nach der Injektion auf und dauern meist nicht länger als ein bis zwei Tage. Sie sind Zeichen einer Immunreaktion des Körpers und deshalb unbedenklich. Nebenwirkungen für sich oder im Namen einer anderen Person können Sie auch dem Paul-Ehrlich-Institut unter www.nebenwirkungen.bund.de melden. Die Meldung geht direkt an die zuständigen Bundesoberbehörden.

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