Pandemie

Corona: In diesen Bundesländern gelten Ausgangssperren

| Lesedauer: 6 Minuten

Tourismus trotz Corona: Modellprojekt in Sachsen

Tourismus trotz Corona: Modellprojekt in Sachsen

Im sächsischen Augustusburg läuft ein Modellprojekt zu Öffnungen im Tourismus in der Corona-Pandemie. Gäste können das Schloss, Hotels und Gaststätten besuchen. Voraussetzung ist ein negativer Corona-Test.

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In vielen Bundesländern gelten wegen steigender Fallzahlen aktuell Ausgangssperren. Wir zeigen, wo welche Corona-Regeln herrschen.

Berlin. 
  • Wegen steigender Corona-Zahlen werden in vielen Bundesländern die Regeln verschärft
  • Grundsätzlich sehen die Beschlüsse von Bund und Ländern eine "Notbremse" ab einer Inzidenz von 100 vor
  • Mancherorts setzt man dabei auf eine nächtliche Ausgangssperre
  • Lesen Sie hier, wo man das Haus derzeit nachts nicht verlassen darf

An Lockerungen der Corona-Maßnahmen ist in der nächsten Zeit wohl nicht zu denken: Angesichts steigender Infektionszahlen in Deutschland wird bereits seit Wochen über striktere Regeln diskutiert, um das Virus unter Kontrolle zu bekommen.

In vielen Städten und Landkreisen muss die Notbremse gezogen werden, da die Sieben-Tage-Inzidenz dort wieder über der kritischen Grenze von 100 liegt. Dies schließt vielerorts auch nächtliche Ausgangssperren ein.

Unsere Übersicht zeigt, wo Bürgerinnen und Bürger nachts nicht mehr das Haus verlassen dürfen. Lesen Sie hier: Diese Corona-Regeln gelten an Ostern

Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg sollen Ausgangssperren dort erlassen werden, wo die Sieben-Tages-Inzidenz an sieben Tagen in Folge bei über 100 liegt.

  • Die Ausgangssperren gelten zwischen 21 Uhr und 5 Uhr.
  • In dieser Zeit darf man nur mit triftigem Grund aus dem Haus - etwa um arbeiten zu gehen.
  • Nächtliche Ausgangssperren werden laut Corona-Verordnung des Landes dort verhängt, wo "regionale Maßnahmen nicht zu einem Rückgang (der Zahlen) geführt haben".
  • Das Sozialministerium hat laut der "Stuttgarter Zeitung" in einem Brief die Städte und Landkreise angehalten, Ausgangssperren ab einer Inzidenz von 150 "ernsthaft in Betracht zu ziehen". Wenn sich Städte oder Landkreise weigern, will das Ministerium eine entsprechende Weisung herausgeben. Aktuell überschreiten acht Stadt- und Landkreise die 150er-Inzidenz, sechs Kreise liegen nur knapp darunter.

Bayern

Bayern hat nächtliche Ausgangssperren in Städten und Landkreisen mit einer Inzidenz über 100 eingeführt.

  • Die Ausgangssperre gilt zwischen 22 Uhr und 5 Uhr.
  • Die Inzidenzen in Bayern sind hoch. Derzeit gelten in knapp zwei Drittel der 96 Städte und Landkreise nächtliche Ausgangssperren, seit Sonntag auch in München.

Berlin

Berlin hat zu Ostern die Corona-Regeln verschärft. Auch in der Bundeshauptstadt gibt es seit Freitag Ausgangsbeschränkungen - allerdings nicht komplett.

  • In der Berlin dürfen sich Menschen draußen zwischen 21 Uhr und 5 Uhr nur noch allein oder zu zweit aufhalten.
  • Eine Ausgangssperre ist laut dem Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD) allerdings nicht geplant.

Brandenburg

In Brandenburg gilt in der Karwoche bis nach Ostern eine nächtliche Ausgangssperre.

  • Die Ausgangsbeschränkungen gelten vom 1. April bis zum Morgen des 6. April - also von Gründonnerstag bis nach Ostern.
  • Die Ausgangssperre gilt von 22 Uhr bis 5 Uhr - landesweit.
  • Auch Modellprojekte für die Erprobung von Öffnungen werden vorerst auf Eis gelegt.

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Bremen

In Bremerhaven, einem Teil von Deutschlands kleinstem Stadtstaat, müssen die Bürgerinnen und Bürger seit Dienstag nachts in ihren Wohnungen und Häusern bleiben.

  • Die Ausgangssperre gilt von 21 Uhr bis 5 Uhr in Bremerhaven.
  • Gültig ist die Maßnahme bis zum 18. April.

Hamburg

Auch Hamburg macht dicht: Hier gelten die Ausgangsbeschränkungen seit Karfreitag.

  • Zwischen 21 Uhr und 5 Uhr müssen die Einwohnerinnen und Einwohner der Hansestadt zuhause bleiben.
  • Ausnahmen gelten für berufsbedingte Wege oder Notfälle, aber auch für "körperliche Betätigung" im näheren Umkreis der eigenen Wohnung, kündigte Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) an.
  • Die neue Verordnung soll zunächst bis zum 18. April gelten - wenn die Inzidenz vorher "stabil unter 100" liegt, könne die Ausgangssperre allerdings früher aufgehoben werden.

Hessen

In Hessen haben einige Regionen Ausgangssperren über Ostern eingeführt.

  • Die Maßnahmen gelten zwischen 21 Uhr und 5 Uhr.
  • Auch in Hessen gilt die Regel: Liegt die Inzidenz mehrere Tage über 100, werden Ausgangssperren eingeführt.
  • Über Ostern wurden in der Stadt Offenbach und in mehreren Landkreisen Ausgangssperren verhängt.

Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern können Landkreise ab einer Inzidenz von 100 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner Ausgangsbeschränkungen verhängen.

  • Diese gelten zwischen 21 Uhr und 6 Uhr am Folgetag.
  • Derzeit werden Ausgangsbeschränkungen nur im Landkreis Lundwigslust-Parchim verhängt, der eine besonders hohe Inzidenz aufweist.

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Niedersachsen

Niedersachsen hat sich ebenfalls entschieden, nächtliche Ausgangsbeschränkungen über die Osterfeiertage einzuführen. Auch interessant: Diese Länder machen wieder dicht

  • Die Ausgangssperren gelten in Städten und Landkreisen mit einer Inzidenz über 150.
  • In den meisten Städten und Landkreisen dürfen Bürgerinnen und Bürger ihr Grundstück zwischen 21 Uhr und 5 Uhr nur mit triftigem Grund verlassen
  • Eine Ausnahme bildet Hannover - hier gilt die Ausgangssperre erst ab 22 Uhr.
  • Das Verwaltungsgericht Hannover hat allerdings mehreren Eilanträgen in der Region der niedersächsischen Landeshauptstadt stattgegeben. Damit sei die Pflicht der Antragsteller ausgesetzt, die Beschränkungen zu beachten.
  • Die Ausgangssperren gelten für unterschiedliche Zeiträume: In Osnabrück und Cloppenburg sollen sie ab dem 11. April aufgehoben werden, in Oldenburg und Wesermarsch dagegen erst am 18. April.

Nordrhein-Westfalen

Trotz mehrer Kommunen mit Inzidenwerten über 100 gibt es in NRW gibt nur eine Region, in der eine Ausgangssperre verhängt wurde.

  • Im Kreis Minden-Lübbecke darf zwischen 21 und 4 Uhr das Haus nur mit triftigem Grund verlassen werden.
  • Diese Regel gilt vorerst bis 11. April.

Rheinland-Pfalz

In Rheinland-Pfalz müssen Bürgerinnen und Bürger aus Landkreisen, in denen die Inzidenz an mehr als drei Tagen in Folge über 100 liegt, zu Hause bleiben.

  • Die nächtliche Ausgangssperre gilt von 21 Uhr bis 5 Uhr.
  • Sie gilt zur Zeit in 13 Landkreisen und kreisfreien Städten.
  • Ausnahmen gelten in der Regel für den Besuch der Gottesdienste in der Osternacht - in manchen Gemeinden brauchen Gläubige dafür allerdings eine Ausnahmegenehmigung.

Sachsen

Auch in Sachsen sind allgemeine Ausgangsbeschränkungen vorgesehen, wenn die Inzidenz in einem Landkreis oder einer Stadt an drei aufeinanderfolgenden Tagen bei mehr als 100 liegt.

  • Ausgangsbeschränkungen gelten beispielsweise ab kommenden Samstag in Halle: Hier ist das Verlassen der Wohnung zwischen 21 und 5 Uhr dann nur noch mit triftigem Grund erlaubt.

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(mit raer/dpa)

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