Cyberkriminalität

Hacker versuchen, Trinkwasser in Florida zu verseuchen

5 Tipps gegen Leitungswasserschäden

5 Tipps gegen Leitungswasserschäden

In Deutschland gibt es im Jahr durchschnittlich 1,1 Millionen Leitungswasserschäden. Kalte Temperaturen lassen das Wasser in den Leitungsrohren frieren. Der Rohr-Volumen vergrößert sich um circa zehn Prozent und der entstehende Druck bringt es zum Platzen. Außerdem kann aufgetautes Wasser in das Mauerwerk eindringen und Schäden verursachen. Diese 5 Tipps helfen Hausbesitzer bei Leitungswasserschäden… Quelle ERGO Group

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Ein Hacker verschaffte sich Zugang zum Kontrollsystem einer Wasseraufbereitungsanlage in Florida. Er versuchte, Chemikalien zuzuführen.

Miami. Ein Hacker hat versucht, das Trinkwasser im US-Bundesstaat Florida zu verseuchen. Er verschaffte sich im Bezirk Pinellas Zugang zum Kontrollsystem einer Wasseraufbereitungsanlage und manipulierte die Chemikalienzufuhr.

Der Hacker habe den Anteil von Natriumhydroxid im Wasser um das 100-fache über den Normalwert erhöhen wollen, wie der örtliche Polizeichef Bob Gualtieri am Montag sagte.

Ein IT-Spezialist habe den Angriff rechtzeitig entdeckt und ihn abwehren können, so dass für die Bevölkerung der betroffenen Region Oldsmar nahe Tampa zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr bestanden habe, erklärte Gualtieri weiter.

Florida: Hacker manipulierte chemische Zusammensetzung im Wasser – FBI ermittelt

Das auch als Natronlauge bezeichnete Natriumhydroxid wird in kleinen Mengen in der Wasseraufbereitung eingesetzt, um den Säuregehalt zu reduzieren und Metall zu beseitigen. Laut Gualtieri hätte es selbst bei Erfolg des Hackerangriffs am Freitag mindestens 24 Stunden gedauert, bis das manipulierte Wasser die Haushalte erreicht hätte. Lesen Sie hier: Bakterien-Alarm in Aachen: Leitungswasser belastet

Die örtliche Polizei bat den Angaben zufolge die Bundespolizei FBI und den nationalen Sicherheitsdienst Secret Service um Hilfe bei den Ermittlungen. Einen konkreten Verdächtigen gebe es noch nicht, sagte Sheriff Gualtieri. Auch sei unklar, ob die Cyberattacke ihren Ursprung im Inland oder Ausland hatte.

Oldsmar liegt nur knapp 20 Kilometer vom Raymond James Stadium entfernt, wo am Sonntagabend der Super Bowl zwischen den Tampa Bay Buccaneers und den Kansas City Chiefs ausgetragen wurde. Zehntausende Fans waren angereist, um das Finale der amerikanischen Football-Liga vor Ort zu sehen. (Ortszeit)

(yah/afp)

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