Tiere

Sydney: Schwules Pinguinpärchen adoptiert zweites Baby

| Lesedauer: 2 Minuten
Tobias Eßer
Regenbogenfamilie bei Königspinguinen

Regenbogenfamilie bei Königspinguinen

Im Zoo Berlin brüten zwei Männchen das Ei einer Artgenossin aus.

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Die schwulen Pinguine Sphen und Magic haben ein zweites Ei ausgebrütet. Bekannt wurden die beiden Tiere durch die Serie „Atypical.“

Sydney.  Schon 2018 haben sie international Schlagzeilen produziert, nun sorgen sie erneut für Aufsehen: Sphen und Magic, ein schwules Pinguin-Pärchen im „Sea Life“-Aquarium in Sydney, sind erneut Eltern geworden.

Die beiden Eselspinguine bekamen das zweite Ei eines heterosexuellen Pinguin-Pärchens von Pflegern, weil sie schon 2018 erfolgreich ein Ei ausbrüteten. „Wir sind überaus glücklich, die neuen Pinguin-Küken in unserer Kolonie willkommen heißen zu dürfen“, schreibt Kerrie Dixon in einer Pressemitteilung. Sie ist im „Sea Life“ in Sydney für die Pinguine zuständig.

Sphen und Magic: Bekannt durch „Netflix“-Serie

Das schwule Pinguin-Pärchen ist seit 2018 zusammen und erregte damals einige Aufmerksamkeit – nicht zuletzt durch die „Netflix“-Serie „Atypical“ , in der der autistische Protagonist durch die beiden Eselspinguine zeigt, dass Homosexualität nicht nur bei Menschen, sondern auch im Tierreich komplett normal ist.

Denn gerade bei Pinguinen und insbesondere bei Eselspinguinen gibt es homosexuelle Pärchen relativ häufig. Die Liebesgeschichte von Sphen und Magic begann, als die beiden Tiere anfingen, Kieselsteine für ein gemeinsames Nest zu sammeln. Lesen Sie weiter : Was wir von Pinguinen lernen können.

Pärchen ist seit 2018 zusammen

Auf der Website des „Sea Life“ heißt es zur Geschichte des Pärchens: „Sphen und Magic entwickelten vor der Brutsaison 2018 ein enges Verhältnis zueinander und wurden unzertrennlich. Wir konnten sie ständig dabei beobachten, wie sie zusammen umherwatschelten und gemeinsam schwimmen gingen“.

Damit sich das Paar während der Brutsaison nicht ausgeschlossen fühlte, hätten die Pfleger ihnen damals ein Fake-Ei ins Nest gelegt. „So konnten sie das Brüten ausprobieren und die entsprechenden Fähigkeiten entwickeln“, heißt es weiter auf der Website.

Auch im Berliner Zoo hatten Pfleger schon versucht, einem homosexuellen Pinguin-Pärchen ein Ei unterzujubeln. Das Ei war allerdings nicht befruchtet. In Zukunft sollen die beiden Kaiserpinguine allerdings noch eine Chance bekommen, Eltern zu werden. Laut dem Zoo Berlin hätten sich die beiden „vorbildlich“ um das Ei gekümmert.

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