Sächsische Polizisten sind auf dem Privatgelände eines Soldaten des Kommandos Spezialkräfte (KSK) fündig geworden: Bei einer Durchsuchung stellten die Beamten versteckte Waffen und Sprengstoff sicher. Die Durchsuchung fand nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch statt.

Anlass dazu gab ein Hinweis des Militärischen Abschirmdienstes (MAD). Der verdächtige Elitesoldat war demnach bereits seit einiger Zeit im Blickfeld des Militärgeheimdienstes. Dem Soldat könnte nun der Vorwurf eines Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz gemacht werden.

Waffen bei KSK-Soldat gefunden – MAD gab Hinweis

„Jeder, der in irgendeiner Art und Weise radikal in der Bundeswehr auffällt, hat in unseren Streitkräften keinen Platz“, sagte Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) zu dem Fall. Gehandelt werde stets mit „Härte und Konsequenz“.

Der MAD hatte zuletzt seine Anstrengungen zur Enttarnung von Extremisten in den Reihen der Bundeswehr verstärkt. Außerdem ist der Verfassungsschützer Burkhard Even mittlerweile ziviler Vizepräsident. Es ist eine der Maßnahmen des MAD, um den Blick nach rechts zu schärfen.

Der MAD enttarnte 2019:

  • 14 Extremisten der Kategorie „Rot“
  • Acht Rechtsextremisten
  • Vier Islamisten
  • Zwei sogenannte Reichsbürger