Netflix-Serie

„Tiger King“: So bizarr ist die Welt von Joe Exotic und Co.

Sie ist eine der beliebtesten und erfolgreichsten Serien auf Netflix – „Tiger King“. Fans dürfen sich nun auf eine Bonus-Folge freuen.

Joseph „Joe Exotic“ Maldonado-Passage, der exzentrische Star der Netflix-Serie „Großkatzen und ihre Raubtiere“.

Joseph „Joe Exotic“ Maldonado-Passage, der exzentrische Star der Netflix-Serie „Großkatzen und ihre Raubtiere“.

Foto: - / AFP

Berlin. Ja, die Zeiten sind hart, ganz ohne Frage. Aber es gibt einige Dinge, die uns den monotonen Alltag der Krise etwas verschönern können. Man könnte eine neue Sprache lernen, leckere Rezepte ausprobieren, alte Hobbys wieder aufleben lassen, für die man jahrelang keine Zeit hatte.

Oder man verliert sich völlig in der Welt von Joe Exotic, einem polyamorösen, schwulen Redneck, der mehr als 200 Tiger und andere Raubkatzen besitzt, eine Karriere als Countrysänger startete und sich im Jahr 2016 sogar als US-Präsidentschaftskandidat und später zur Gouverneurswahl im Staat Oklahoma aufstellte. Dass es das wirklich gibt, ist derzeit bei Netflix zu sehen.

Netflix-Serie „Tiger King“ – zu verrückt, um wahr zu sein

Die Serie „Großkatzen und ihre Raubtiere“ – oder im Original „Tiger King“ – in einigen Sätzen zusammenzufassen, ist schier unmöglich. Zu komplex ist die Geschichte und wirklich jede der Personen, die in ihr spielen. Im Mittelpunkt der True-Crime-Serie stehen der „Tiger King“ Joe Exotic, aka Joseph Schreibvogel, aka Joseph Maldonado-Passage, der exzentrischen Besitzer des „G.W. Zoo“ in Oklahoma, und seine Erzrivalin Carole Baskin.

Baskin ist Besitzerin von „Big Cat Rescue“, einer Organisation, die sich für artgerechte Haltung von Raubkatzen einsetzt. Joe Exotic gerät ins Visier der Tierschützerin, woraufhin ein jahrelanger Streit zwischen den Raubkatzenbesitzern entflammt (ja, auch Baskin hält Großkatzen, allerdings in einer Art Reservat in Tampa, Florida).

Drei Hochzeiten und ein Todesfall

Doch auch Baskin ist vermutlich nicht so heilig, wie man auf den ersten Blick vermuten möchte. Ihr zweiter Ehemann Don Lewis, ein Millionär, verschwand im Jahr 1997 spurlos. Viele Theorien kursieren um sein Schicksal, aber die wohl weit verbreiteteste ist, dass Carole Baskin ihn umgebracht, seine Leiche durch den Fleischwolf gedreht und an einen Tiger verfüttert hat. Das Verschwinden von Lewis wurde bisher nicht aufgeklärt.

Und wer jetzt gedacht hätte, dass diese beiden Geschichten schon verrückt genug sind, der irrt. Carole Baskin wird selbst zur Zielscheibe eines Mordkomplotts – und am Ende gibt es tatsächlich einen Todesfall (und mehrere Hochzeiten). Kein Wunder, dass unter Netflix-Nutzern ein großer Hype entstanden ist. Viel bizarrer geht es schlichtweg nicht.

Wie man die Bonus-Folge jetzt schon gucken kann

Eingefleischte Fans und kürzlich Bekehrte können sich jetzt sogar noch auf eine zusätzliche Folge der Serie freuen. Eigentlich sollte diese schon erschienen sein, aber Netflix verkündete kürzlich auf Twitter, dass es doch noch etwas dauern wird. Man könne aber seine Spracheinstellungen auf Englisch umstellen und die „Aftershow“-Folge schon jetzt genießen.

Und wer dann immer noch nicht genug von Joe Exotic, Carole Baskin und Co. hat, kann sich danach auch noch den Podcast „Joe Exotic: Tiger King“ von Wondery anhören, der noch weitere Aspekte der Geschichte auffasst, die in der Serie gar nicht erwähnt werden.

Netflix kann mit der Erfolgsserie seinen Platz an der Spitze der Streaming-Dienste rechtfertigen – im Dezember wurde zudem Netflix Testsieger bei Stiftung Warentest. Allerdings gibt es immer mehr Konkurrenz von neuen Anbietern wie etwa Disney+.

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