Eurovision Song Contest

Free European Song Contest: Der Ersatz-ESC von Stefan Raab

Der Eurovision Song Contest fällt 2020 aus. Kein Grund für Fans, traurig zu sein: Denn Stefan Raab plant auf ProSieben den „Free ESC“.

#FreeESC: Das ist der Free European Song Contest

Der Eurovision Song Contest in Rotterdam fällt aus. Doch ein Jahr ohne ESC gibt es nicht. ProSieben zeigt die Stefan-Raab-Show FreeESC – und auch die ARD schafft Ersatz.

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Berlin. Der Eurovision Song Contest (ESC) ist der Corona-Krise zum Opfer gefallen. Zum ersten Mal in seiner 64-jährigen Geschichte kann der Gesangswettbewerb nicht stattfinden. Doch Fans des musikalischen Wettstreits können sich nun zumindest auf einen Ersatz freuen.

ProSieben und der frühere „TV Total“-Moderator Stefan Raab haben angekündigt, den „Free European Song Contest“ zu veranstalten. Der 53-Jährige sagt: „Musik verbindet besonders in schwierigen Zeiten viele Menschen miteinander. Dies ist die Geburtsstunde eines neuen, freien europäischen Songwettbewerbs. Das ist die Geburtsstunde des ,Free European Song Contest’.“

Wann findet der „Free European Song Contest“ statt?

Der „Eurovision Song Contest“ lockt jedes Jahr Millionen von Zuschauern in ganz Europa vor die Bildschirme. Doch wegen der Corona-Pandemie wurde er ersatzlos gestrichen. Die Fans gaben ihre Enttäuschung im Internet bekannt und Stefan Raab reagierte prompt mit dem „Free European Song Contest“, kurz: #FreeESC.

Dieser Musikwettbewerb soll am 16. Mai um 20.15 Uhr live aus Köln auf ProSieben übertragen wären. Der 16. Mai wäre auch ursprünglich der Termin des wegen der Corona-Krise abgesagten ESC in Rotterdam gewesen. Der Sender betont, dass bei der Produktion „natürlich alle aktuellen gesetzlichen Auflagen und die Vorgaben der Gesundheitsbehörden erfüllt werden“.

Wer moderiert den „Free ESC“?

Wie auch beim „normalen“ ESC sollen mehrere Moderatoren durch die Show führen. Wie ProSieben bekannt gab, wird der „Free European Contest“ von Conchita Wurst, ESC-Gewinnerin 2014, und dem Moderator Steven Gätjen präsentiert.

Welche Kandidaten treten beim „Free European Song Contest“ an?

In dem neuen Wettbewerb sollen nach Angaben von ProSieben „prominente Musiker nacheinander live auf der größten internationalen Bühne des Abends“ in einem Studio in Köln für ihr Herkunftsland ins Rennen gehen. Am Ende vergeben die Zuschauer Punkte und küren den ersten Sieger. Welche Musiker antreten, gab ProSieben bisher aber noch nicht bekannt.

„Free ESC“-Moderatorin Conchita Wurst nahm als Jurymitglied an der ProSieben-Show „The Masked Singer“ teil. Dort sagte sie, dass an dem „Ersatz-ESC“ Künstler teilnehmen würden, die zwar in Deutschland wohnten, aber gleichzeitig auch Verbindungen zu einem anderen Land hätten.

Wie funktioniert die Punktevergabe?

Der Modus des Ersatz-Wettbewerbs orientiert sich am Original. Unter anderem soll zur Punktevergabe live in alle Teilnehmerländer geschaltet werden. Wie viele Länder es sind, teilte ProSieben noch nicht mit. Dort vergeben lokale „Sympathisanten“ des Wettbewerbs die jeweiligen Punkte, also eine Art Jury.

In Deutschland, Österreich und der Schweiz können Zuschauer per Telefon und SMS abstimmen. Die zu vergebenden Punkte orientieren sich dabei am klassischen ESC-Modus. Sprich: Höchstpunktzahl ist die 12.

Warum produziert Stefan Raab den „Free ESC“?

Für Stefan Raab ist der ESC bereits bekanntes Terrain: Im Mai 2000 nahm Raab mit dem Titel „Wadde hadde dudde da?“ selbst am Eurovision Song Contest teil und erreichte Platz fünf.

2004 veranstaltete Raab den Casting-Wettbewerb SSDSGPS – Stefan sucht den Super-Grand-Prix-Star –, mit dem er einen Kandidaten für die deutsche Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest 2004 suchte. Der Gewinner dieses Wettbewerbs, Max Mutzke, gewann auch die deutsche Vorentscheidung, womit Raab zum dritten Mal an einem deutschen Beitrag zum Eurovision Song Contest beteiligt war.

Aus Raabs Show „Unser Star für Oslo“ ging Lena Meyer-Landrut als Siegerin hervor und gewann 2010 mit dem Song „Satellite“ den ESC. Ein Jahr später war Deutschland als Gewinnerland selbst Ausrichter des ESC. Stefan Raab moderierte gemeinsam mit Anke Engelke und Judith Rakers die Liveshow in Düsseldorf. Zurzeit wird außerdem diskutiert, ob Stefan Raab bei „The Masked Singer“ unter einer Maske steckt und dort sein großes Comeback gibt.

Warum zeigt die ARD zur gleichen Zeit einen Ersatz-ESC?

Nachdem Raab und ProSieben ihre Ersatzshow angekündigt hatten, gab auch die ARD bekannt, dass es ein weiteres Ersatzprogramm am 16. Mai geben wird: Eurovision: „Europe Shine a Light“, eine Gemeinschaftssendung der European Broadcasting Union (EBU). Am Abend des ursprünglich geplanten ESC-Finales sind im Ersten ab 21 Uhr zweieinhalb Stunden Sendezeit für die Show eingeplant. Es soll Schalten rund um den Kontinent und viel Musik geben. Mehr zur Alternativ-Show lesen Sie hier.

Außerdem wird es ab 20.15 Uhr im Ersten einen Countdown mit Barbara Schöneberger geben – die beiden Ersatzshows machen sich also direkte Konkurrenz.

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(bef)

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