Pandemie

Corona-Verhaltensregeln: So schützen Sie sich und andere

Wie können Sie der Ausbreitung des Coronavirus entgegenwirken? Wir haben Verhaltensregeln und -maßnahmen für Sie zusammengefasst.

Stopp Coronavirus - 6 simple und effiziente Maßnahmen im Alltag

Panik, Mundschutz-Bunkern, Desinfektions-Bäder und Klopapier-Horten sind nicht die Alltagsretter im Kampf gegen Coronaviren. Diese 6 Maßnahmen sind viel effizienter.

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Berlin. Die Corona-Krise erfordert Maßnahmen und Verhaltensregeln, die für viele nicht leicht umzusetzen sind. Die Bundesregierung hat die Menschen in Deutschland am Freitag aber erneut gemahnt, sie einzuhalten und sich etwa nicht in Gruppen zu treffen. Andernfalls wolle man möglicherweise zu weiteren Mitteln greifen, erklärte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin.

Seibert dankte im Namen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) den vielen Millionen Menschen in Deutschland, die sich an die geltenden Beschränkungen halten. Die Mehrzahl der Menschen schränke Kontakte ein und lasse Reisen sein. Man solle einfach nicht in einer Menschentraube im Park stehen oder eng gedrängt im Café sitzen.

„Jeder Einzelne zeigt damit Verantwortung“, so Seibert. Wer sich daran halte, zeige auch Solidarität mit den Angehörigen des Gesundheitswesens. Das sei Bürgersinn, Vernunft oder auch Nächstenliebe.

Doch was sind die Verhaltensregeln in Zeiten der Corona-Pandemie? Wir erklären, an welche Sicherheitsvorgaben und -empfehlungen Sie sich in Deutschland halten sollten – zu Hause und in der Öffentlichkeit.

Corona-Verhaltensregeln: Infektionsschutz und Hygienemaßnahmen

Das Portal „Infektionsschutz“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hat eine Reihe von Verhaltens- und Hygieneempfehlungen zum Schutz vor dem neuartigen Coronavirus zusammengetragen. Dort heißt es etwa, zu Hause sollen alle Aufenthaltsräume regelmäßig gelüftet werden. Gibt es eine kranke Person im Haushalt, sollte nach Möglichkeit Abstand eingehalten werden – wenn möglich durch eine räumliche Trennung.

Desinfektionsmittel in privaten Haushalten sei nur in Ausnahmefällen sinnvoll, heißt es auf dem Portal, es sei denn, ein Haushaltsmitglied sei infiziert oder gehöre der Risikogruppe an.

Besonders gründliches und regelmäßiges Händewaschen schützt vor Infektionen und Krankheiten, schreibt „Infektionsschutz“. Dabei sollten die Hände mindestens 20 Sekunden eingeseift werden, bis zum Handgelenk. Auch zwischen den Fingern und der Handrücken sollte sorgsam gewaschen werden.

Beim Husten oder Niesen soll mindestens ein Meter Abstand von anderen Personen eingehalten werden. Am besten sei es sogar, in ein Einwegtaschentuch zu niesen oder husten und dieses anschließend wegzuwerfen. Ist keines griffbereit, empfiehlt das Portal die Armbeuge. Außerdem sollte man immer von Mitmenschen wegniesen. Man sollte außerdem die Hände möglichst weghalten vom Gesicht, vor allem von Nase und Mund.

Eine große Rolle spielt auch die Fortbewegung. Auf Infektionsschutz.de heißt es außerdem: „Nutzen Sie wenn möglich keine öffentlichen Verkehrsmittel, sondern bevorzugen Sie das Fahrrad,gehen Sie zu Fuß oder fahren mit dem eigenen Auto.“

Corona-Verhaltensregeln: Distanz in der Öffentlichkeit

Das Robert-Koch-Institut (RKI) empfiehlt auf seiner Webseite, zu Hause zu bleiben, wenn es möglich ist. Nicht notwendige Reisen sollen Sie absagen oder verschieben. Überhaupt sollten Sie in dieser Zeit möglichst nur für Versorgungsgänge rausgehen, also etwa für Einkäufe oder Arbeit und aus medizinischen Gründen.

Auch dann gilt:

  • ein bis zwei Meter Abstand halten
  • direkte Kontakte vermeiden
  • keine Begrüßungsrituale wie Küsschen, Händeschütteln, Umarmungen
  • keine Treffen in größeren Gruppen

Diese Maßnahmen galten bisher als Empfehlung. Als erstes Bundesland hat Bayern am Freitag aber mit einer Ausgangssperre reagiert, die bis zum 3. April gehen soll. Nun kontrolliert die Polizei dort die Einhaltung der Maßnahmen.

Das Verlassen der Wohnung ist ab Samstag um 0 Uhr nur noch unter triftigen Gründen erlaubt. Unter diese Gründe fallen auch Joggen und Bewegung an der frischen Luft – allerdings nur alleine oder mit Personen des Haushalts.

Experten: Auf keinen Fall bei Verdacht direkt zum Arzt gehen

Wer den Verdacht hat, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben, sollte keinesfalls direkt den Arzt aufsuchen. Denn damit gefährdet er andere Personen. Rufen Sie entweder den Ärztlichen Bereitschaftsdienst an unter der Telefonnummer 116 117 oder nutzen Sie das Infotelefon des Bundesgesundheitsministeriums unter der Telefonnummer (030) 346465100. Ein weitere Kontakt ist die Unabhängige Patientenberatung Deutschland an unter der 0800 011 77 22.

Mitterteich: Leben mit der Ausgangssperre
Mitterteich- Leben mit der Ausgangssperre

Corona-Verhaltensregeln – Diese Orte dürfen Sie nicht besuchen

Bereits am Montag beschlossen Bund und Länder drastische öffentliche Einschränkungen zum Schutz vor dem Coronavirus. Supermärkte und andere Läden, die zur Versorgung der Menschen dienen, bleiben offen. Folgende Orte wurden allerdings geschlossen oder dürfen nicht besucht werden:

Geschlossen sind:

  • Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen oder Ähnliches
  • Theater, Konzerthäuser, Museen oder Ähnliches
  • Messen und Ausstellungen
  • Tier- und Freizeitparks und andere Freizeitaktivitäten, drinnen und draußen
  • Sporteinrichtungen und Schwimmbäder

Diese Orte dürfen Sie nicht besuchen:

  • Spielplätze
  • Sportanlagen
  • Zusammenkünfte in religiösen Gebäuden
  • Zusammenkünfte in Vereinen
  • Bildungsangebote

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(dpa/reba/les)

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