Verkehr

Unfall auf A9: Details zu vier toten Motorradfahrern bekannt

Vier Motorradfahrer sind bei einem schweren Unfall auf der A9 in Thüringen gestorben. Ein Kleinlaster hatte die Biker-Gruppe erfasst.

Die Unfallstelle auf der A9 zwischen Bad Lobenstein und Schleiz (Saale-Orla-Kreis). Hier hatte zuvor ein Kleinlaster eine Gruppe von Motorradfahrern erfasst.

Die Unfallstelle auf der A9 zwischen Bad Lobenstein und Schleiz (Saale-Orla-Kreis). Hier hatte zuvor ein Kleinlaster eine Gruppe von Motorradfahrern erfasst.

Foto: Oliver Nowak

Bad Lobenstein/Hermsdorf. Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Autobahn 9 bei Bad Lobenstein (Saale-Orla-Kreis in Thüringen) sind am Freitagnachmittag nach Polizeiangaben vier Motorradfahrer ums Leben gekommen. Am Samstag hat die Polizei weitere Informationen zur Identität der Unfallopfer bekanntgegeben.

So handelt es sich bei den getöteten Motorradfahrer um vier Männer im Alter von 43, 57, 60 und 75 Jahren. Drei der getöteten Motorradfahrer kamen aus dem Burgenlandkreis (Sachsen-Anhalt), der 57-Jährige war aus Pforzheim (Baden-Württemberg).

Polizeiangaben zufolge hatten sich die Motorradfahrer wegen starker Regenfälle an einer Brücke untergestellt, als der Fahrer eines Kleinlasters die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor und die Biker mit seinem Wagen erfasste.

A9 nach tödlichem Unfall komplett gesperrt

Zwei Motorradfahrer waren sofort tot. Bei den zwei anderen blieben die Reanimationsversuche erfolglos. Die drei Insassen des Kleinlasters, der sich bei dem Unfall überschlug, wurden verletzt.

Der 29 Jahre alte Beifahrer wurde bei dem Unfall schwer verletzt und mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. Der 38 Jahre alte Fahrer und ein 31 Jahre alter Mitfahrer erlitten leichte Verletzungen. Auch sie wurden in ein Krankenhaus gebracht. Alle drei Insassen kamen aus dem Landkreis Barnim in Brandenburg. Nach Informationen der „Bild“-Zeitung konnten zwei der Transporter-Insassen das Krankenhaus jedoch wieder verlassen.

Um sich gegen mögliche Gaffer abzugrenzen, wurden mehrere Lkw als Sichtschutz an der Unfallstelle platziert, wie unter anderem das Portal nordbayern.de berichtet. Trümmerteile waren über mehrere Meter verteilt.

Die A9 war an der Unfallstelle in Fahrtrichtung Berlin komplett gesperrt. Eine Umleitung werde eingerichtet, um den Verkehr von der Autobahn abzuleiten, hieß es.

Insgesamt sind bei Unfällen am Wochenende in Thüringen acht Menschen ums Leben gekommen. So traf ein Autofahrer eine Familie bei einer Radtour – die Mutter starb.

(dpa/br/on)