Schmerzensgeld

Gerhard Schröder verklagt - wegen Ehebruchs

Der Ex-Mann von Schröders jetziger Frau erlitt „seelische Qualen“. Jetzt verklagt er den Altkanzler – auf 75.000 Euro Schmerzensgeld.

Gerhard Schröder mit seiner Frau So-yeon Schröder-Kim.

Gerhard Schröder mit seiner Frau So-yeon Schröder-Kim.

Foto: Andreas Gebert / Reuters

Hannover. Weil er „seelische Qualen“ erlitten haben soll, setzt sich der Ex-Mann von Altkanzler Gerhard Schröders (75) jetziger Ehefrau So-yeon Schröder-Kim (51) nun zur Wehr. Schon vor Monaten erklärte er, dass er die Schuld für das Liebes-Aus bei dem früheren Bundeskanzler Schröder sehe.

Ehebruch war in Südkorea zeitweise eine Straftat. Für bis zu zwei Jahre konnte man dafür ins Gefängnis kommen. 2015 wurde das Gesetz aber wieder abgeschafft: Das Verfassungsgericht von Südkorea hatte seine berechtigten Zweifel angemeldet und das Gesetz wieder einkassiert.

Gerhard Schröder wegen Ehebruchs verklagt – Darum geht es:

  • Gerhard Schröder soll Zehntausende Euro Schmerzensgeld an den Ex-Mann seiner Ehefrau So-yeon zahlen
  • In der Anklageschrift aus Südkorea ist von „Scham“ die Rede
  • Grund für die Anklage ist ein Gesetz, das bereits wieder kassiert wurde
  • Dennoch ist eine Verurteilung nach dem Zivilrecht möglich

Ex-Mann will Zehntausende Euro von Schröder

Sollte der Ex-Mann von So-yeon Schröder-Kim Recht bekommen, könnte ihm dies eine Millionensumme bescheren. Insgesamt fordert er 100 Millionen koreanischer Won, wie „Bild“ berichtet. Umgerechnet sind das etwa 75.000 Euro.

Er habe „seelische Qualen“ erlitten, wie es heißt. Der Ex-Mann berichtet sogar von einem „Gesichtsverlust“. Dramatischer kann man eine Trennung wohl nicht beschreiben. Weil das Gesetz gekippt wurde, scheint eine Verurteilung des Altkanzlers auch nicht wahrscheinlich, zumindest nicht nach dem Strafrecht.

Könnte Schröder verurteilt werden?

Anders sieht es dagegen aus, wenn man sich das Zivilrecht anschaut. Hier könnte Schröder wegen „unangemessenem Verhaltens“ belangt werden, wie ein Anwalt dem „Tagesspiegel“ sagte. Es habe bereits ähnliche Fälle gegeben, in denen Dritte zur Rechenschaft gezogen worden seien, sagte er. Als Beweis für das Vergehen reiche häufig schon ein Spaziergang aus. Diesem Muster folgt Gerhard Schröder bei seiner Frauenwahl.

In dieser Fotostrecke finden Sie alle Ehen des ehemaligen Bundeskanzlers Gerhard Schröder:

Der Ex-Mann von Schröders Ehefrau leide als betrogener Ehemann auch nach der Scheidung noch immer unter der Situation. Und das, obwohl die Scheidung bereits 2017 stattgefunden habe. In einer Anklageschrift aus Südkorea, die den Altkanzler nun erreicht haben soll, ist demnach von Scham die Rede.

Der Gesichtsverlust in der traditionellen Gesellschaft Koreas sei für ihn als betrogener Ehemann hoch, heißt es darin.

Für den Altkanzler Schröder ist es die fünfte Ehe

Gerhard Schröder wurde im Jahr 2018 von seiner damaligen Ehefrau Doris Schröder-Köpf geschieden. Nur kurz nach der Scheidung heiratete der Hannoveraner seine jetzige Ehefrau.

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Gerhard Schröders Ehefrauen - eine Chronik

Für den Altkanzler ist So-yeon Schröder-Kim die fünfte Ehefrau.

  • Bis 1972 lebte er mit Eva Schubach.
  • Von 1972 bis 1984 war er mit Anne Taschenmacher verheiratet.
  • 1984 bis 1997 war Hiltrud Hampel die Frau an seiner Seite.
  • Mit Doris Schröder-Köpf war er von 1997 bis 2016 verheiratet. (cro)

Quellen: