Musikszene

Taylor Swift böse über Verkauf ihrer Musik an Bieber-Manager

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Taylor Swift hat sich im Netz über den Verkauf ihres früheren Plattenlabels empört.

Taylor Swift hat sich im Netz über den Verkauf ihres früheren Plattenlabels empört.

Foto: Kevin Winter / Getty Images for iHeartMedia

Taylor Swift hat die Rechte an ihrer eigenen Musik nicht. Nun hat sie jemand anderes gekauft. Warum Swift die Nachricht tief trifft.

Los Angeles.  Taylor Swift kann sich nicht über den Verkauf ihres früheren Plattenlabels Big Machine freuen. Im Gegenteil: Die US-Sängerin zeigt sich im Internet richtig wütend darüber. Denn ausgerechnet der US-Unternehmer und Manager von Justin Bieber, Scooter Braun, hat die zuvor unabhängige Firma übernommen.

Es sei ihr „Worst-Case-Szenario“, schrieb die 29-jährige Sängerin am Sonntag auf der Online-Plattform Tumblr. Swift hatte zwischen 2006 und 2017 ihre ersten sechs Studioalben – darunter auch die erfolgreichen Platten „Red“, „1989“ und „Reputation“ – bei Big Machine herausgebracht, bevor sie zu Universal Music wechselte. Swift wirft Braun vor, sie jahrelang online gemobbt zu haben.

Ihr persönlichen Werke liegen damit nicht mehr in ihren Händen, Braun kann sie im Prinzip nutzen, wie er mag.

Taylor Swifts frühes Werk verkauft – Künstlerin sauer auf Biebers Manager

Nach US-Medienberichten erwarb eine Holding Brauns das Label Big Machine für mehr als 300 Millionen Dollar – und damit auch die Rechte an Swifts Alben. Zwar habe sie sich damit abgefunden, dass ihr altes Plattenlabel vorgehabt habe, ihren Musikkatalog zu verkaufen, schreibt Swift bei Tumblr.

Sie habe aber nicht mit Braun als Käufer gerechnet. Ihr musikalisches Erbe gehe nun an jemanden, der versucht habe, es zu zerstören, schrieb Swift weiter mit Bezug auf ihre Mobbing-Vorwürfe.

Braun habe auch eine Kampagne von Kanye West (42) und Kim Kardashian (38) gegen sie mitorchestriert – und illegal Telefonmitschnitte veröffentlicht. Worüber sich Brauns Schützling Justin Bieber wiederum öffentlich amüsierte.

Bieber verteidigte unterdessen seinen Manager auf Instagram – entschuldige sich aber auch den früheren Post. „Scooter hat hinter dir gestanden, seit du mir gnädigerweise erlaubt hast, als Opener für dich aufzutreten“, schrieb Bieber in Bezug auf eine Tour im Jahr 2009. „Weder Scooter noch ich haben irgendetwas Negatives über dich zu sagen. Wir wollen wirklich das Beste für Dich“, schreibt der Sänger.

Taylor Swift verteidigte ihren Angriff auf Scooter Braun. Sie mache das alles öffentlich, um junge Künstler zu sensibilisieren, sehr genau darauf zu achten, was sie unterschreiben. „Ihr verdient es, dass die Kunst, die ihr macht, euch auch gehört.“

Braun bekommt Unterstützung von Demi Lovato

Auch Demi Lovato (26) springt Braun bei, er sei ein toller Typ. Todrick Hall (34), ein Künstler, der sechs Jahre lang von Braun betreut wurde, attackiert wiederum Lovato. Sie sei erst kurze Zeit bei ihm unter Vertrag und habe keine Ahnung – die sechs Jahre seien für ihn furchtbar gewesen, Braun kein guter Mensch.

Braun wiederum erklärte offenbar online, dass Swifts Vater von dem Deal gewusst haben soll.

Taylor Swift ließ bei Konzerten die Gesichter ihrer Fans scannen – aus Selbstschutz. Sie gehört zu den reichsten Popstars – in Deutschland kommt ihr nur Helen Fischer nah. Und „Forbes“ hält sie für eine der mächtigsten Frauen der Welt, neben Angela Merkel. (jei/dpa)