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„Fusion“ soll auch 2020 stattfinden - Das ist der Termin

Ein Mann aus Mainz starb auf der „Fusion“. Auch 2020 soll das Kulturfestival auf dem Gelände in Lärz stattfinden – das ist der Termin.

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Lärz.. Diese Nachricht dürfte viele Musikfans freuen: Auch 2020 soll das Kulturfestival „Fusion“ stattfinden. Das hoffen zumindest die Veranstalter, die jetzt angekündigt haben, weitermachen zu wollen. Doch wann findet das nächste Fusion-Festival statt? Auf der Internetseite findet man dazu nur wenig Informationen. Aber wie auch in den letzten Jahren haben die Macher des Festivals den Termin der Fusion 2020 auf der Rückseite des Festivalbändchens bekannt gegeben.

Demnach soll die Fusion vom 24. bis zum 30. Juni 2020 stattfinden und damit. Damit findet sie etwa eine Woche eher statt, als noch in diesem Jahr.

Nachricht vom 4. Juli 2019: Am vergangenen Montag war das Festival in Lärz (Mecklenburg-Vorpommern) zu Ende gegangen. Überschattet wurde die Veranstaltung von einem Todesfall. Ein 28-Jähriger aus Mainz war am Sonntag tot in seinem Zelt entdeckt worden. Den Obduktionsergebnissen zufolge wurde kein Fremdverschulden festgestellt. Der Todesfall war die einzige negative Nachricht einer ansonsten weitgehend friedlichen Veranstaltung. Update: Toter auf Garbicz-Festival in Polen entdeckt.

Auch die Polizei zeigte sich hinterher zufrieden. Sie betonte die gute Zusammenarbeit mit anderen Behörden und den Veranstaltern. Das ist insofern überraschend, weil es im Vorfeld des Festivals Aufregung um geplante Einsätze der Polizei auf dem Gelände der Fusion gab. Die Polizei wollte zunächst eine anlasslose Streife auf dem Gelände sowie eine Wache, rückte nach großer Kritik aber von ihren Plänen ab.

Fusion-Festival - Das Wichtigste in Kürze:

  • Am Sonntag wurde ein Toter auf dem Festival Fusion in Lärz (Mecklenburg-Vorpommern) gefunden
  • Die Staatsanwaltschaft ordnete die Obduktion der Leiche an
  • Sie wurde am Mittwoch durchgeführt
  • Die Ergebnisse des toxikologischen Gutachtens stehen noch aus
  • Auch 2020 wollen die Veranstalter weitermachen

Fusion Festival 2020 soll stattfinden

Es ist mehr als wahrscheinlich, dass es auch im nächsten Jahr wieder eine Fusion auf dem Gelände geben wird – zumindest, wenn es nach den Veranstaltern geht. „Ans Aufhören denkt sicherlich zurzeit niemand“, teilte der Pressesprecher des Veranstaltervereins Kulturkosmos, Linus Neumann, mit.

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Eine ähnlich positive Bilanz der Zusammenarbeit zogen das Polizeipräsidium Neubrandenburg und das genehmigende und für alle Auflagen zuständige Amt Röbel/Müritz.

Toter auf Fusion: 15 Schweigeminuten

Die Veranstalter reagierten kurz nach dem Todesfall mit einer 15-minütigen „Fusion“-Unterbrechung als Symbol der Trauer. Die genaue Todesursache konnte auch eine Obduktion noch nicht klären. Hier sollen weitergehende toxikologische Untersuchungen Klarheit bringen. Hinweise auf eine Straftat gibt es laut Staatsanwaltschaft bisher nicht.

Die mobile Polizeiwache hatte neben dem Todesfall sieben Strafanzeigen aufgenommen, davon vier Diebstähle, zwei Anzeigen wegen Drogendelikten und eine Körperverletzung. Darüber hinaus wurden bei Verkehrs- und Drogenkontrollen im Umfeld 380 Fälle bekannt, in denen nun ermittelt wird. Darunter waren allein 350 Rauschgiftdelikte wie Fahren unter Drogeneinfluss. Diese «Fallzahlen» entsprächen den Erwartungen, wie Neumann erklärte.

Angaben darüber, wie viele Konflikte Sicherheitskräfte auf dem Festivalgelände schlichten mussten oder ob Delikte ohne Polizei und Ordnungsamt aufgeklärt wurden, machten die Veranstalter zunächst nicht. Direkt auf dem rund 100 Hektar großen Gelände des ehemaligen Militärflugplatzes mit 23 Bühnen und weiteren Veranstaltungsorten waren nur Ordner mehrerer Sicherheitsfirmen des Veranstalters zugelassen. „Es ist aber ganz gut gelaufen“, sagte die Röbeler Ordnungsamtsleiterin Doreen Siegmund, die selbst auf dem Festival Dienst hatte.

Das Amt, das Ordnerzahlen ebenso wie Jugendschutz-, Bau- und Gesundheitsanforderungen vorgibt und kontrolliert, will erst später eine Gesamtbilanz ziehen und eine Auswertung vornehmen.

Polizei reduzierte Anzahl an Kräften

„Der mit dem Verein Kulturkosmos gefundene Kompromiss hat sich bewährt“, sagte Polizeisprecherin Nicole Buchfink. So habe es auch täglich gemeinsame Lagebesprechungen gegeben. Zudem hätten die bei Kontrollen festgestellten Nationalitäten gezeigt, dass sich die „Fusion“ weltweit großer Beliebtheit erfreue. So seien Gäste aus 21 Nationen angetroffen worden, darunter aus Australien, Brasilien und Nigeria.

Die Polizei habe zeitgleich rund 290 Beamte im Einsatz gehabt, so Buchfink. Am Sonntag sei der Einsatz aber wegen des Großfeuers bei Lübtheen deutlich reduziert worden. Der Verein Kulturkosmos erklärte, das jetzt noch „viele Menschen“ mehrere Wochen mit Abbau beschäftigt sein werden. Dann werde das Theaterfestival at.tension vorbereitet, das vom 5. bis 8. September 2019 stattfinden soll - mit weniger Gästen.

Nachricht vom 3. Juli 2019: Das „Fusion“-Festival in Lärz in Mecklenburg-Vorpommern ist am Sonntag von einem Todesfall überschattet worden. Nachdem ein 28-Jähriger in seinem Zelt leblos aufgefunden wurde, gibt es auch nach der Obduktion seiner Leiche keine Klarheit, warum der Mann starb. Auf den Bühnen des Festivals wurde anschließend für 15 Schweigeminuten die Musik unterbrochen.

Am Mittwoch war die Obduktion der Leiche des 28-Jährigen abgeschlossen worden. Zwar gebe es keine Hinweise auf ein Verbrechen, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft auf Nachfrage unserer Redaktion. Trotzdem ist die Todesursache weiter nicht bekannt gegeben worden.

„Fusion“-Festival: Mann tot in Zelt gefunden

Am Sonntag war der Mann aus Mainz tot in seinem Zelt auf dem alternativen Kulturfestival in Lärz (Mecklenburg-Vorpommern) gefunden worden. Die Polizei hatte früh bekannt gegeben, dass es keine Hinweise auf ein Fremdverschulden gebe.

Die Staatsanwaltschaft hatte am Montag dennoch die Obduktion der Leiche angeordnet. Wie ein Polizeisprecher unserer Redaktion sagte, sei das Ergebnis der Staatsanwaltschaft „bekannt gegeben“ worden.

Weitere Details nannte der Polizeisprecher nicht. Die Sprecherin der Staatsanwaltschaft sagte, dass die wesentliche Frage für sie damit beantwortet sei. Ob Hitze eine Rolle gespielt habe, konnte die Sprecherin nicht beantworten. „Das weiß ich nicht“, sagte sie.

Der Mann bei Temperaturen von teilweise bis zu 40 Grad gefunden worden. Bekannt ist, dass den Freunden des Opfers psychologische Hilfe bereitgestellt worden ist.

Die Todesursache ist noch nicht bekannt. So sei zu klären, ob der Mann in Folge von Drogenmissbrauch gestorben sei. Das müsse das toxikologische Gutachten klären, sagte die Sprecherin und verwies an die Polizei.

Dort sagte ein Sprecher, dass ein Ergebnis erst in einigen Wochen vorliegen werde. „Ob und in welcher Form Substanzen todesursächlich sein könnten, ist der toxikologischen Untersuchung vorbehalten.“

„Fusion“-Festival für Schweigeminute unterbrochen

Das „Fusion“-Festival war am Montagabend zu Ende gegangen. Die Polizei zog hinterher Bilanz und sprach von einer guten Zusammenarbeit zwischen den Behörden. Die Fusion gilt als eines der friedlichsten Festivals. Gewalt oder Kriminalität kommen weitaus seltener vor als bei anderen Festivals in dieser Größenordnung.

Das ist die Bilanz der Polizei:

  • Bei Polizeikontrollen gab es insgesamt 51 Anzeigen wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz.
  • Etwa 39 Personen wurden beim Fahren unter Betäubungsmitteln erwischt.
  • Zehn Autofahrer mussten eine Sicherheitsleistung von über 4000 Euro hinterlegen.
  • An der mobilen Wache am Rande des Festivals wurden eine Körperverletzung sowie ein Diebstahl angezeigt und Substanzen sichergestellt, bei denen es sich nach derzeitigen Erkenntnissen um Betäubungsmittel handeln dürfte.

Seit 1997 findet auf einem ehemaligen russischen Militärflugplatz in Mecklenburg-Vorpommern das viertägige Festival mit Musik, Theater, Performance, Kino und Installation statt.

Erste Meldung vom 1. Juli 2019: Es war die Schreckensnachricht eines ansonsten ruhigen „Fusion“-Festivals: Ein 28-Jähriger ist tot in einem Zelt gefunden worden, Notärzte hatten keine Chance, ihn zu retten. Die Veranstalter reagierten mit einer Schweigeminute.

Zumindest eins ist offenbar schon bekannt: Laut Ermittlern gibt es keine Hinweise auf Fremdeinwirkung.

Polizei zieht nach „Fusion“-Festival positive Bilanz

Das Festival hat am Wochenende in Mecklenburg-Vorpommern stattgefunden, ab Montagabend wurde der Camping-Platz endgültig geräumt. Die Veranstalter reagierten auf Twitter auf die traurige Nachricht – und riefen zu einer Schweigeminute am Sonntag um 17 Uhr auf. Dazu wurde der Betrieb auf den Bühnen gestoppt.

„Wir kümmern uns um seine Freundinnen und Freunde und sind in Gedanken bei den Angehörigen“, schreibt das verantwortliche Kulturkosmos-Team. „Wir alle sind traurig und niedergeschlagen.“

Abgesehen von dem Unglücksfall hatte die Polizei trotz vorheriger Bedenken wie jedes Jahr sehr wenig zu tun. Die Bilanz der Behörde weist nur wenige Straftaten auf dem Festivalgelände auf.

„Fusion“: Toter in Zelt stammt aus Mainz – Ursache unklar

Der Tote stammt aus Mainz, wie die Polizei unter Berufung auf den leitenden Arzt der Veranstaltung mitteilte. Rettungskräfte und ein Notarzt hätten nach dem Auffinden nur noch den Tod des Mannes feststellen können, es habe keine Überlebenschance gegeben.

Die Todesursache sei noch unklar, jedoch gebe es keine Hinweise auf ein Fremdverschulden. Die Kriminalpolizei habe den Fall aufgenommen. Laut Informationen der Behörde wurden die Bekannten des 28-Jährigen, mit denen er zur Fusion gereist war, nach dem Fund des Mannes psychologisch betreut.

„Fusion“-Festival war unter Auflagen erlaubt worden

Das „Fusion“-Festival findet seit mehr als 20 Jahren statt und ist in dieser Zeit stetig gewachsen. Unter jungen Leuten ist es bundesweit als entspanntes Musikevent nahe der Müritz bekannt. In diesem Jahr kamen von Mittwoch bis Sonntag rund 70.000 Menschen zu dem Festival in Lärz bei Mirow.

Dabei hatte es zuletzt vor allem um das Sicherheitskonzept Diskussionen gegeben – es ging um Sicherheit und das Ausmaß der polizeilichen Kontrolle.

Für die Veranstalter war die Einmischung eine Form von Gängelung, die unverhältnismäßig war – die Fusion gelte als eins der friedlichsten Festivals dieser Größenordnung, Kriminalität würde es kaum geben. Mitte Juni waren beim „Fusion“-Festival dann aber die letzten Hürden beseitigt. Das Amt hatte das Festival unter Auflagen erlaubt.

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(bekö/ac/dpa)