Queen

Elizabeth II. feiert 93. Geburtstag – Meghan bleibt zu Hause

Sie ist seit 67 Jahren die Regentin im Vereinigten Königreich: Am Sonntag feiert Langzeit-Queen Elizabeth II. ihren 93. Geburtstag.

Happy birthday, Your Majesty! Königin Elizabeth II. bekam Blümchen zum Geburtstag, als sie am Sonntag die Kirche verließ.

Happy birthday, Your Majesty! Königin Elizabeth II. bekam Blümchen zum Geburtstag, als sie am Sonntag die Kirche verließ.

Foto: WPA Pool / Getty Images

London. Sie ist die am längsten regierende Monarchin in der britischen Geschichte, und so wie es aussieht, wird Königin Elizabeth II. auch noch länger auf dem Thron des Vereinigten Königreichs sitzen. Vielleicht nicht unbedingt am Sonntag, da feiert die Queen Geburtstag: Am 21. April wird sie 93 Jahre alt.

Vielleicht sitzt sie an dem Tag lieber im Sattel als auf dem Thron – Berichten zufolge soll Elizabeth II. auch im hohen Alter immer noch hin und wieder reiten. Oder sie sitzt beim Tee und lässt sich von ihren vier Kindern, acht Enkeln und sieben Urenkeln feiern: Wie die Queen ihren Geburtstag tatsächlich feiert, verrät der Buckingham-Palast nicht, das sei Privatsache.

Königin besucht mit Familie die Kirche – Meghan fehlt

So viel wurde aber bekannt: Die Königin besuchte am Sonntag mit Familienmitgliedern die Messe in der St.-Georgs-Kapelle auf dem Gelände von Schloss Windsor. Begleitet wurde die Queen von ihren Enkeln Prinz William und Prinz Harry und von Williams Frau, Herzogin Kate. Harrys Frau, die hochschwangere Herzogin Meghan, kam nicht zur Kirche. Auch der 97-jährige Prinzgemahl Philip fehlte.

Meghan und Harry gratulierten aber auch nochmal via Instagram: Das royale Ehepaar hat seit ein paar Wochen eine Account auf der Plattform.

Traditionell werden in London immer Salutschüsse zum Ehrentag der Queen abgegeben. Allerdings niemals an einem Sonntag: Der Kanonendonner wird daher dieses Mal mit einem Tag Verspätung am Montag zu hören sein. Die offizielle Geburtstags-Parade „Trouping the Colour“ gibt es aber erst im Juni – des potenziell besseren Wetters wegen.

Queen veröffentlichte ersten Beitrag auf Instagram

Die Queen bleibt auch mit Anfang 90 am Puls der Zeit. Kürzlich veröffentlichte sie ihren ersten eigenen Beitrag auf Instagram: „Heute hatte ich das Vergnügen, etwas über Initiativen zum Computer-Programmieren für Kinder zu erfahren, und es erscheint mir angebracht, dass ich diesen Instagram-Post im Science Museum veröffentliche, das seit Langem für Technik und Innovation eintritt.“ Sie unterzeichnete ihren Beitrag wie ein offizielles Dokument mit „Elizabeth R.“. R steht für das lateinische „Regina“, also Königin.

Am Tag ihres Geburtstages wurde der Account auch für eine kleine Video-Botschaft genutzt – das Social-Media-Team des Könighauses postete bei dem Fotodienst genauso wie bei Twitter ein kleines Video mit wichtigen Szenen aus allen Dekaden ihres Lebens.

Wie sich Elizabeth II. in den Brexit-Streit einmischte

Eigentlich soll sich die Queen mit politischen Äußerungen zurückhalten. Doch im eskalierenden Brexit-Streit mahnte sie eindringlich – ganz auf ihre Weise. In Reden rief sie zu mehr Respekt auf: „Wenn wir in der heutigen Zeit nach neuen Antworten suchen, bevorzuge ich die bewährten Rezepte wie: gut übereinander sprechen, verschiedene Sichtweisen respektieren, zusammenkommen, um Gemeinsamkeiten zu erkunden und niemals das große Ganze aus den Augen verlieren.“ Für britische Medien war klar: Das ist eine Anspielung auf das Hauen und Stechen im Parlament in Sachen EU-Austritt.

Königin musste sich nach Unfall um Prinzgemahl Philip sorgen

Langweilig wird der Königin im hohen Alter nicht – dafür sorgt auch die liebe Familie. Sorgen machte Prinzgemahl Philip, der im Januar einen Autounfall nahe dem königlichen Landsitz Sandringham in Ostengland verursachte. Der 97-Jährige, mit dem die Queen 71 Jahre verheiratet ist, erlitt nicht mal eine Schramme. Zwei Frauen aus einem anderen Fahrzeug mussten aber ins Krankenhaus. Erst nach einigen Tagen bat Prinz Philip um Entschuldigung.

Kurze Zeit später fuhr Philip, der als Sturkopf gilt, wieder Auto – diesmal ohne Sicherheitsgurt. Nach einer heftigen öffentlichen Debatte über Senioren am Steuer gab er schließlich seinen Führerschein zurück – mit 97 Jahren.

Ärger zur Hochzeit von Meghan und Harry

Mit Ärger verbunden war auch die Hochzeit von Prinz Harry (34) mit der US-Schauspielerin Meghan Markle (37). Die Trauung im vergangenen Mai war zwar märchenhaft, Meghans Verwandtschaft machte aber mächtig Rabatz. Allen voran Vater Thomas Markle, der nicht nur seine Teilnahme an der Hochzeit absagte, sondern sich auch Paparazzi-Fotos bezahlen ließ.

In einem Interview mit der Promi-Website TMZ beklagte er sich bitterlich, dass er noch nicht die Queen getroffen habe. Dabei sei er längst nicht so schlimm wie US-Präsident Donald Trump. Einen Termin bei der Königin hat Thomas Markle bis heute nicht bekommen.

Dabei hätte er bei der Gelegenheit gleich seine Tochter sehen können, die kürzlich mit Harry von London auf das Gelände von Schloss Windsor ins Frogmore House gezogen ist. Dort hat das Paar mehr Platz als in seiner Wohnung in London. Während Meghan und Harry aufs Baby warten, feiert Uroma Elizabeth erst noch ihren Geburtstag. Das Baby wird das achte Urenkelkind der Königin sein. (moi/dpa)