Sicherheitslandung

Ryanair-Panne: Boeing hat nach Landung Loch im Flügel

Eine Ryanair-Maschine von Frankfurt nach Bari musste den Flug abbrechen. Die Tragfläche hatte ein Loch. Offenbar wegen des Fahrwerks.

Ryanair-Flugzeug beim Start: Eine andere Maschine hatte nach einer Sicherheitslandung Probleme.

Ryanair-Flugzeug beim Start: Eine andere Maschine hatte nach einer Sicherheitslandung Probleme.

Foto: Paul Hanna / REUTERS

Berlin.  Die Maschine soll noch neu sein, gerade drei Monate alt – doch ein offenbar defektes Fahrwerk zwang den Piloten, eine Ryanair-Maschine kurz nach dem Start wieder zurück nach Frankfurt zu fliegen.

Insgesamt war das Flugzeug, eine Boeing 737-800 nur 40 Minuten in der Luft. Dann setzte es am Ausgangsort Frankfurt-Hahn wieder auf – statt an den Zielort Bari in Süditalien zu fliegen.

Die Piloten hatten beim Flug FR 5214 bereits nach dem Start Probleme bemerkt. In einem Bericht heißt es, dass das Signal ausgeblieben war, das das Einfahren des Fahrwerkes bestätigte – ein Indikator, dass etwas nicht stimmt.

Das Unglück der Ryanair-Boeing in Kürze:

  • Die Piloten bemerken beim Start ein Problem mit dem Fahrwerk
  • Eine halbe Stunde müssen sie in der Luft kreisen – damit die Landung gelingt
  • Beim Aufsetzen durchbohrt das Fahrwerk eine Tragfläche
  • Ryanair äußert sich nur oberflächlich zu dem Vorfall

40 Minuten drehten die Piloten Kreise, um so viel Treibstoff zu verbrauchen, dass eine schnelle Landung möglich war. Als dies erreicht war, wurde die Boeing mit der Kennung EI-GXG wieder zu Boden gebracht.

Ryanair: Loch in Tragfläche – Landung in Frankfurt statt in Italien

Auf „Flightradar“ ist zu sehen, wie die Maschine ihre Runden in der Nähe von Frankfurt drehte, bevor sie landen konnte.

Für die Mitreisenden ein Schock: Bei der Sicherheitslandung hat der Träger des Fahrwerkes offenbar eine Tragfläche der noch recht jungen Maschine durchbohrt– laut „Aerotelegraph“ ist er gerade einmal drei Monate in Betrieb.

Der Twitter-User Tomáš Semrád postete zwei Bilder des betroffenen Flügels. Die Passagiere sollen mit einer Ersatzmaschine nach Bari geflogen worden sein.

Ryanair äußert sich nur oberflächlich zu dem Vorfall

Wie es zu dem Unglück kommen konnte, ist noch unklar. Auf Anfrage unserer Redaktion erklärte Ryanair nur, dass es die Rückkehr nach Frankfurt gegeben habe und dass es sich nicht um eine Notlandung gehandelt habe.

„Die Fahrgäste wurden in eine andere Maschine gebracht und flogen kurz darauf nach Bari ab.“ Zu den Umständen machte der Anbieter sonst keine Angaben.

Loch klaffte auf der linken Seite über dem Träger-Holm des Fahrwerks

Das zwei Meter lange Loch klaffte auf der linken Seite – „es ist genau die Stelle, unter welcher der Träger-Holm des Fahrwerks positioniert ist“, so „Aerotelegraph“.

Der „Aviation Herald“ berichtet online, das Flugzeug sei auf der Landebahn 21 gelandet. Kürzlich hatte Ryanair Fluggäste statt nach Griechenland nach Rumänien gebracht. (ses)