Grenzen

US-Journalistin empört mit Tweet über die Berliner Mauer

Eine US-Journalistin lässt sich vor der Berliner Mauer fotografieren und schreibt dazu: „Walls work“. Dieser Tweet empört viele Nutzer.

Die East Side Gallery.

Die East Side Gallery.

Foto: © Fabrizio Bensch / Reuters / REUTERS

Berlin.  Auf den ersten Blick ist das Foto der US-Journalistin Monica Crowley nicht ungewöhnlich, ein typisches Touristenfoto: Es zeigt die Nachrichtenfrau des US-Senders Fox in Berlin vor der East Side Gallery, der ehemaligen Grenze von West- und Ost-Berlin. Am Foto selbst entzündet sich die Kritik vieler Twitter-Nutzer nicht. Sondern an dem Satz, den Crowley dazu geschrieben hat: „An der Berliner Mauer letzte Woche. Mauern funktionieren.“

Der Satz lässt nicht viel Raum für Interpretationen. Offenbar spielt die Journalistin des für seine konservativen Ansichten bekannten Senders auf die mögliche Mauer zu Mexiko an. US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump, über den Fox im Wahlkampf wohlwollend berichtet, will eine solche bauen – sollte er US-Präsident werden.

Mehr als 100.000 DDR-Bürger versuchten von 1961 bis 1989 die Flucht über die innerdeutsche Grenze. Über 600 von ihnen kamen ums Leben, mindestens 136 starben allein an der Berliner Mauer. (bekö)