Zeitumstellung

Winterzeit: Die innere Uhr richtig zurück stellen

Die Zeitumstellung naht mit zwei Fragen: Wie drehe ich richtig an der Uhr? Und wie verhindere ich den Mini-Jetlag? Die Antworten.

Bei der Zeitumstellung gibt es eine Stunde Schlaf geschenkt. Am besten gewöhnt man sich an die Winterzeit, wenn man in der Woche zuvor mit der Umstellung beginnt.

Bei der Zeitumstellung gibt es eine Stunde Schlaf geschenkt. Am besten gewöhnt man sich an die Winterzeit, wenn man in der Woche zuvor mit der Umstellung beginnt.

Foto: Jens Kalaene / dpa-tmn

Wer hat an der Uhr gedreht? Ist es noch früh oder doch schon zu spät? Es ist wieder so weit: Am Sonntag, 25. Oktober werden die Uhren eine Stunde zurück gestellt - also um drei Uhr früh wieder auf zwei Uhr.

Manch einer wird sich über die Umstellung auf die Winterzeit freuen - schließlich bekommen wir eine Stunde Schlaf geschenkt. Dennoch gleicht die Zeitumstellung einem Mini-Jetlag, sagt Hans-Günter Weeß, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin und Leiter des Schlafzentrums des Pfalzklinikums in Klingenmünster.

In der Regel haben die Menschen sich nach ein bis zwei Tagen daran gewöhnt. Aber: „Gerade Ältere, Kinder oder Menschen mit Schlafstörungen tun sich mit der Umstellung schwerer.“ Bei ihnen kann die Umstellung bis zu einer Woche dauern. Ein paar Tricks können helfen, sich schneller an den neuen Rhythmus zu gewöhnen.

3 Tipps gegen den Mini-Jetlag

In der Woche vorher: Im Idealfall beginnt man ein paar Tage vorher mit der Umstellung, rät Weeß. „Am besten geht man jeden Abend 10 bis 15 Minuten später ins Bett.“ Morgens sollte man die 10 Minuten wieder dran hängen. So kann sich der Körper schrittweise an die neuen Schlafzeiten gewöhnen.

Abends: Ist die Uhr umgestellt, wird manch einer abends früher müde und ist am nächsten Morgen „zu früh“ wach, manchmal quasi mitten in der Nacht . Um die Abendmüdigkeit zu vertreiben, empfiehlt Weeß Sport, leichteren Mahlzeit am Abend sowie Verzicht auf Alkohol.

Morgens: Wer nach der Zeitumstellung morgens „zu früh“ aufwacht, sollte entspannt liegen bleiben und versuchen die Zeit zu genießen. Denn Druck und Stress, verhindern mit ziemlicher Sicherheit das Einschlafen und wirken der Gewöhnung entgegen. Ein kleiner Trost: Nach ein wenigen Tagen hat sich der Körper an den neuen Rhythmus gewöhnt.

Gut gelaunt durch die kalte Jahreszeit

Neben der Schlafproblematik steht manch einer im Winter auch vor einem weiteren Problem: Lichtmangel. Das wiederum fördere die Produktion des sogenannten Schlafhormons Melatonin und dämme die Bildung des Glückshormons Serotonin ein, erklärt Weeß.

Mögliche Folgen des Lichtmangels können ein Winterblues oder eine Winterdepression sein. Viel Licht und ausreichend Bewegung im Freien wirken der gedrückten Stimmung positiv entgegen und helfen, die graue Winterzeit fit und gut gelaunt zu überstehen.