Ostersonntag

Christen feiern in der ganzen Welt Auferstehung Jesu Christi

Mit dem liturgisch festlichsten Gottesdienst des Jahres wird in den Kirchen der Triumph der Auferstehung und der Sieg über den Tod gefeiert. Und Papst Franziskus verkündet seine erste Osterbotschaft.

Für viele Deutsche sind es vier freie Tage. Doch Ostern ist das älteste und wichtigste Fest der Christenheit. Es erinnert an die Mitte des christlichen Glaubens: die Auferstehung Jesu Christi von den Toten nach seinem Leiden und Sterben am Kreuz. Das Osterfest ist daher ein Symbol für den Sieg des Lebens über den Tod. In der frühen Christenheit fanden oft Taufen an diesem Tag statt.

Am Karfreitag stand das Leiden und Sterben Christi am Kreuz im Zentrum. In vielen Kirchen wurden um 15 Uhr Gottesdienste gefeiert, der Tradition zufolge die Sterbestunde Jesu. Der anschließende Karsamstag erinnerte an die Grablegung Jesu.

Am ersten Tag nach Jesu Tod fanden keine Gottesdienste statt. Nach altem Brauch wurden Kerzen und Blumen von den Altären entfernt, bevor in der Osternacht der Sieg des Lebens über den Tod gefeiert wird.

In Osternacht-Gottesdiensten zündeten die Gläubigen traditionell Hunderte von Kerzen an. Sie symbolisieren das Licht, das durch den auferstandenen Sohn Gottes in die Welt gekommen ist.

Das Grab von Jesu Christi war leer

Wie sich die Auferstehung Jesu vollzog, wird in der Bibel nicht beschrieben. Das Neue Testament erwähnt auch keine Augenzeugen. Hingegen enthalten die Evangelien und Paulus-Briefe Berichte über das leere Grab, die Verkündigung der Auferstehung durch einen Engel, über Erscheinungen des Auferstandenen und die Bekenntnisse, die diesen Glauben bezeugen.

Schon früh gab es Versuche, die Auferstehung als Betrug hinzustellen. Dazu zählten die Annahmen, Jesus sei nicht wirklich gestorben oder sein Leichnam sei gestohlen worden.

Papst Franziskus hatte in der Nacht eine Messe im Petersdom in Rom gefeiert. Begonnen hatte sie damit, dass das Osterlicht in den Dom gebracht wurde und diesen erhellte. Bei der Messe taufte der vor gut zwei Wochen gewählte Papst auch vier Erwachsene.

Papst Franziskus wendet sich in Osternacht auch an die Ungläubigen

Das Oberhaupt der katholischen Kirche hat sich in der Osternacht auch an die Ungläubigen und jene Katholiken gewandt, die sich von Gott entfernt haben. Diese sollten „einen Schritt nach vorn“ machen, und Gott werde sie „mit offenen Armen empfangen“, sagte der Papst vor Tausenden Gläubigen bei der Osternacht im Petersdom.

„Wenn Du unentschlossen bist, riskiere: Du wirst nicht enttäuscht sein“, sagte Franziskus bei der Messe, bei der die Auferstehung Jesu von den Toten gefeiert wird, weiter. Der Papst appellierte an die Christen sowie alle anderen Menschen, nicht das Vertrauen zu verlieren. „Hab keine Angst, vertraue ihm, er ist Dir nah und wird Dir den Frieden geben, den Du suchst“, sagte der 76-Jährige in erneut simplen und bescheidenen Worten. „Lasst uns niemals aufgeben: Es gibt keine Situation, die Gott nicht ändern könnte.“

Am heutigen Ostersonntag feiert Franziskus mit Pilgern aus aller Welt die Ostermesse und verkündet seine erste Osterbotschaft. Dazu werden Zehntausende Menschen auf dem Petersplatz erwartet.

Neben dem berühmten Segen „Urbi et Orbi“ („Der Stadt und dem Erdkreis“) sendet der Papst bei dieser Gelegenheit traditionsgemäß auch Ostergrüße in zahlreichen Sprachen an die Gläubigen in aller Welt.