Politsatire

„Der Minister“ holt gute Quote und begeistert CSU-Politiker

Viel besprochen und reichlich beworben wurde die Sat.1-Politsatire „Der Minister“ im Vorfeld – die Quote fiel zwar für Sat.1-Verhältnisse ganz gut aus, aber keineswegs überzeugend.

Foto: SAT.1 / Hardy Brackmann

Schnapszahl für die Sat.1-Satire „Der Minister“: 4,44 Millionen Zuschauer (Marktanteil: 14,0 Prozent) schalteten am Dienstagabend ein – eine ordentliche, aber nicht überragende Quote. Der Film arbeitete die Ereignisse rund um den Rücktritt des damaligen Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) in humorvoller Form auf.

Der ehemalige CSU-Vorsitzende Erwin Huber zeigte sich im Deutschlandradio Kultur angetan vom Sat.1-Film. „Als Fernsehzuschauer habe ich wirklich gelacht“, sagte Huber. „Ich finde, das ist in der Tat eine wirklich sehr köstliche, amüsante und sehenswerte Filmsatire.“ Er lobte vor allem die Schauspieler Kai Schumann als Minister zu Donnersberg und Katharina Thalbach als Kanzlerin Murkel.

Das Bundespresseamt teilte mit, es werde keine Auskunft darüber geben, ob Kanzlerin Angela Merkel den Film gesehen habe, es gebe auch keinen Kommentar von ihr. Die Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Gerda Hasselfeldt, hatte nach eigenen Worten keine Zeit, sich den Film anzuschauen, „weil ich anderes vorhabe.“ Es könne für den einen oder anderen sicher amüsant sein, die Geschichte zu sehen. Sie habe aber „persönlich keinen Nachholbedarf im Kennenlernen des Kollegen Guttenberg. Ich habe ihn in guter Erinnerung.“

Nur ein Brennpunkt über das Wetter war noch interessanter

Das von Kritikern zum Teil hochgelobte Stück „Der Minister“ musste sich nur dem ARD-„Brennpunkt“ über das Wetter mit 7,19 Millionen (22,2 Prozent) und den anschließenden Serien „Um Himmels Willen“ mit 7,00 Millionen Zuschauern (21,2 Prozent) sowie „In aller Freundschaft“ mit 6,39 Millionen (20,3 Prozent) geschlagen geben.

Dahinter platzierte sich die RTL-Krimiserie „CSI: Vegas“ mit 3,38 Millionen Zuschauern (10,3 Prozent) vor der ZDF-Reportage „Was kostet ein Kind?“ mit 2,03 Millionen (6,2 Prozent), der ProSieben-Serie „Two and a Half Men“ mit 1,62 Millionen (5,0 Prozent), der RTL-II-Reihe „Das Messie-Team“ mit 1,32 Millionen Zuschauern (4,1 Prozent) und der Vox-Reihe „Glööckler, Glanz und Gloria“ mit 1,11 Millionen (3,4 Prozent).

In der Jahresgesamtwertung steht das ZDF mit 13,4 Prozent auf Platz eins. Es folgt die ARD mit 12,4 Prozent. RTL erreicht als stärkster Privatsender 12,1 Prozent. Sat.1 folgt dahinter mit 8,1 Prozent vor Vox mit 5,8 Prozent. ProSieben bringt es auf 5,3 Prozent. RTL II kommt auf 4,0 Prozent, Kabel eins auf 3,9 Prozent und Super RTL auf 2,0 Prozent.

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