Bei einem Meteoriteneinschlag in der russischen Region Tscheljabinsk sind am Freitagmorgen nach Angaben des Gouverneur Michail Jurewitsch rund 1000 Menschen verletzt worden, davon mehr als 200 Kinder.

Viele wurden durch herumfliegendes Glas verletzt, als Fensterscheiben infolge mehrerer Explosionen zerbarsten, wie die Regierung mitteilte.

Nach Angaben der Bundesregierung befinden sich keine Deutschen unter den Opfern. Nach aktuellen Erkenntnissen gebe es in Deutschland auch „keine konkrete Gefährdung“ durch solche Himmelskörper, sagte eine Sprecherin des Innenministeriums.

>>> Auf zahlreichen Amateurvideos im Internet <<< waren weißglühende Meteoriten zu sehen, die in niedriger Höhe vorbeiflogen.

Der Einschlag ereignete sich kurz nach 9 Uhr (Ortszeit) in der dünn besiedelten Gegend im Ural, rund 1500 Kilometer östlich von Moskau.

Mehr als 700 Menschen hätten sich anschließend in ärztliche Behandlung begeben, sagte Wadim Kolesnikow, Sprecher des russischen Innenministeriums. Mindestens drei Menschen seien mit ernsten Verletzungen ins Krankenhaus gekommen.

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Fragmente des Meteoriten stürzten auf die Erde, wie das Katastrophenschutzministerium mitteilte. Das Dach einer Zinkfabrik stürzte infolgedessen teilweise ein, es war die Rede von 600 Quadratmetern zerstörtem Dach.

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Über den genauen Hergang gab es zunächst widersprüchliche Berichte: Während die Sprecherin des Katastrophenschutzministeriums von einem Meteoritenhagel sprach, zitierte die Agentur Interfax eine andere Sprecherin mit den Worten, es sei ein einzelner Meteoritenkörper gewesen.

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Ein Amateurvideo, das im russischen Fernsehen zu sehen war, zeigte, wie ein Objekt kurz nach 9 Uhr (Ortszeit) über den Himmel schoss und einen dicken weißen Schweif hinterließ. Außerdem war ein gewaltiger Blitz zu sehen.

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Schulen in der Region blieben am Freitag geschlossen, da Unterricht bei minus 18 Grad und zerbrochenen Fensterscheiben nicht möglich war. Laut Katastrophenschutzbehörde wurde nach dem Meteoritenregen keine erhöhte Radioaktivität festgestellt.

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Zur Überwachung der Lage in der Region stellte das Katastrophenschutzamt 20.000 Einsatzkräfte sowie Flugzeuge und Hubschrauber zur Verfügung. Die Menschen wurden aufgerufen, nicht in Panik zu verfallen. Das Verteidigungsministerium entsandte Soldaten zu den „Einschlagsstellen“ der Gesteinsfragmente. Medienberichten zufolge war der Meteoritenregen auch in Kasachstan zu sehen.

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AP/AFP/dpa/sh/mim