James-Bond-Film

Prinz Charles adelt Weltpremiere von „Skyfall“

Der Geheimagent ihrer Majestät erhält den Ritterschlag: Prinz Charles und seine Frau Camilla feierten in London die Weltpremiere des neuen Bond-Films „Skyfall“.

Foto: POOL / REUTERS

Mit einer besonders glamourösen Weltpremiere ist in London 50 Jahre nach dem Leinwand-Start von Geheimagent 007 der neueste James-Bond-Film gefeiert worden. Der britische Thronfolger Prinz Charles und seine Frau Camilla höchstpersönlich kamen am Dienstagabend in die berühmte Royal Albert Hall, um als eine der ersten das neueste Bond-Abenteuer „Skyfall“ zu sehen. Mit dabei waren auch die Hauptdarsteller Daniel Craig, Judi Dench und Javier Bardem.

Der Erlös aus der Feier war für Hilfsorganisationen bestimmt, die britische Geheimdienstmitarbeiter und deren Familien unterstützen. „James Bond mag zwar ein fiktionaler Charakter sein, aber er ist der berühmteste Geheimagent aller Zeiten“, erklärte Charles in einem Spendenaufruf. Vor dem Filmstart sprach er unter anderem mit den Schauspielern. Besondere Aufmerksamkeit widmete er einem vor der Royal Albert Hall aufgestellten Aston Martin, dem klassischen Bond-Wagen.

Neuer Bond mit mehr Humor

Ein riesiges, goldfarbenes 007-Logo und eben jener Aston Martin garnierten die festliche Aufmachung der Premierenfeier. Der Oscar-prämierte Regisseur Sam Mendes berichtete von „nervenaufreibenden“ Schwierigkeiten, aus dem „öffentlichen Eigentum“ Bond etwas Eigenes zu kreieren. Er habe versucht seinen „inneren 13-Jährigen“ für das Projekt abzurufen.

Die meisten Kritiker loben die 23. Bond-Ausgabe, in der diesmal das Böse Bonds Arbeitgeber, den Geheimdienst MI6, bedroht. Unter der hochkarätigen Besetzung findet sich auch Javier Bardem, der den Erzfeind des coolen Agenten gibt. Craig, dessen bisherige Leistungen Kritiker als besonders gelungene Darstellung der Romanvorlage Ian Flemings feierten, kündigte Überraschungen an. Der neue Bond werde mehr Humor und auch mehr Gefühl zeigen.

„Auf so einer Premiere bin ich noch nie gewesen, es ist absolut unglaublich“, sagte Craig auf dem roten Teppich. Es sei eine „unglaubliche Ehre“ für ihn, Teil der Bond-Geschichte zu sein. Dass bei der Weltpremiere auch Prinz Charles dabei sei, sei das „Sahnehäubchen auf der Torte“. Ihre Majestät Queen Elizabeth II., in deren Dienst Bond in den Filmen steht, war zwar nicht vor Ort, hatte dem Agenten aber bereits mit ihrer Rolle in einem Bond-Kurzfilm zur Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele im Juli die Ehre erwiesen.

Judi Dench, die im Film Bonds Vorgesetzte „M“ spielt, sagte der BBC, die Bond-Filme seien so populär, weil sie „einfach sehr britisch“ seien.

Hoffnung auf weitere 50 Jahre

Hunderte Fans jubelten den Schauspielern zu. Bardem, der in „Skyfall“ den Bösewicht Silva mimt, verriet, dass er immer davon geträumt habe, den Schurken in einem Bond-Film zu spielen. Auf die Frage nach dem Geheimnis von 007 sagte er: „Fünfzig Jahre sind eine lange Zeit – irgendwas muss da richtig gelaufen sein.“

Dench, die bereits in sieben Bond-Filmen als dessen Chefin M auftrat, sagte: „Ich hoffe, es geht noch 50 Jahre lang weiter.“

In „Skyfall“ greifen Hacker den britischen Geheimdienst MI6 an, und Bond gerät an seine persönlichen Grenzen. Dabei gibt es ein Wiedersehen mit beliebten Charakteren und Elementen der Serie, die auf den Büchern von Ian Fleming beruht.