Gerichtsentscheidung

Mehrheit der Norweger mit Breivik-Urteil einverstanden

Einer Umfrage des Forschungsinstituts Infact ergibt, dass mehr als 87 Prozent der Norweger der Gerichtsentscheidung zustimmen.

Die Entscheidung des Osloer Gerichts, den Massenmörder Anders Behring Breivik für zurechnungsfähig zu erklären, wird von einer Mehrheit der Opfer, Überlebenden und auch der Bevölkerung unterstützt. Das berichtete die Tageszeitung „VG“ am Sonnabend.

Er habe den Eindruck, dass eine Mehrheit seiner Mandanten diese Entscheidung gewünscht hatte, sagte der Opferanwalt Frode Elgesem. Breivik wurde am Freitag für nicht geisteskrank erklärt und zur Höchststrafe von 21 Jahren verurteilt.

Einer Umfrage des Forschungsinstituts Infact habe ergeben, dass mehr als 87 Prozent der Norweger der Gerichtsentscheidung zustimmen, berichtete „VG“. Nur knapp sechs Prozent seien gegenteiliger Ansicht.

Das Institut hatte nach der Urteilsverkündung mehr als 1000 Norweger befragt. Eine Umfrage von Regionalzeitungen kam zu einem ähnlichen Ergebnis: 85 Prozent hielten das Urteil für gut, berichtete die Regionalzeitung „Bergens Tidende“. „Das sind sehr positive Zahlen, die mit dem Gefühl der Menschen für Gerechtigkeit übereinstimmen“, sagte die Opferanwältin Mette Yvonne Larsen der Zeitung.

Breivik selbst wollte ebenfalls für zurechnungsfähig erklärt werden. Er habe den Bombenanschlag in der Osloer Innenstadt und das Massaker auf der Ferieninsel Utøya im Juli 2011 durchgeführt, um Norwegen vor dem gefährlichen Einfluss muslimischer Einwanderer zu schützen, sagte er.