Filmfestspiele

Sacha Baron Cohens kommt auf Kamel nach Cannes

Foto: AFP

Einen großen Auftritt im wahrsten Sinne des Wortes hat der Komiker Sacha Baron Cohen bei den Filmfestspielen in Cannes hingelegt.

Mit dem künstlerisch anspruchsvollen Film „Moonrise Kingdom“ sind am Mittwochabend die 65. Filmfestspiele in Cannes eröffnet worden. Die Inszenierung eines Teenager-Dramas im Neuengland von 1965 stand im starken Kontrast zu der fast schon an einen Zoo erinnernden Atmosphäre in der südfranzösischen Stadt an der Côte d'Azur

Nur wenige Stunden vor der Eröffnung hat allerdings der Komiker Sacha Baron Cohen in der Mittelmeer-Stadt für Wirbel gesorgt. Verkleidet als Diktator – seiner vom früheren irakischen Machhaber Saddam Hussein inspirierten Rolle in dem Film „The Dictator“ – ritt der Brite am Mittwochvormittag auf einem Kamel über die berühmte Strandpromenade „La Croisette“ der südfranzösischen Stadt.

Der Auftritt zog prompt einen Schwarm von Schaulustigen, Journalisten, Fotografen und Kameraleuten an – und sorgte für erhebliche Verkehrsbehinderungen. Vor einer Café-Terrasse stieg der 40-Jährige von seinem Kamel ab, das die US-Filmproduktionsgesellschaft Paramount eigens für die PR-Aktion gemietet hatte. Anschließend kauft er in einer Luxus-Boutique einen orangenen Schal, den er dem Tier umband.

Der Film „The Dictator“ kommt an diesem Donnerstag in die deutschen Kinos. Darin spielt Baron Cohen die Hauptrolle eines vollbärtigen Herrschers, „der sein Leben riskiert, damit niemals die Demokratie in sein so hingebungsvoll unterdrücktes Land Einzug erhält“. Dem breiten Publikum wurde der Komiker als kasachischer Journalist „Borat“ und homosexueller österreichischer Modereporter „Brüno“ bekannt.

Beim Festival von Cannes bewerben sich insgesamt 22 Filme um die „Goldene Palme“. Deutschland ist nur außerhalb des offiziellen Wettbewerbs dabei – mit Fatih Akins „Der Müll im Garten Eden“. Das Festival endet am 27. Mai mit der Preisverleihung.

( AFP/dpad/sei )