TV-Castingshow

Berlinerin Ivy siegt bei "The Voice of Germany"

Die Berlinerin Ivy Quainoo hat die TV-Castingshow "The Voice of Germany" gewonnen. Die 19-Jährige überzeugte die Zuschauer am Freitagabend und lag am Ende deutlich vor ihren drei Final-Konkurrenten.

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Klarer Vorsprung: Mit gut 33 Prozent der Stimmen hat die Berlinerin Ivy Quainoo aus dem Coaching-Team der Berliner Band The BossHoss am Freitagabend die TV-Show „The Voice of Germany“ gewonnen. „Wir sind so stolz auf Ivy“, sagten Alec und Sascha von The BossHoss. Die 19-jährige Deutsch-Ghanaerin Quainoo dankte artig Familie und Freunden, die sie auf dem Weg zum Sieg unterstützt hätten, bevor sie ihr Siegerlied „Do you like what you see“ im obligatorischen Glitterregen sang. Die Berlinerin gewann einen Plattenvertrag, wird nun mit The BossHoss an ihrem Album feilen und anschließend auf Tour gehen.

Quainoo setzte sich gegen Kim Sanders (Team Nena), die etwas überraschend nur Zweite wurde, Michael Schulte (Team Rea Garvey, Dritter) und Max Giesinger (Team Xavier Naidoo, wurde Vierter) durch.

Die vier Kandidaten waren in drei Runden der Sat.1-Finalsendung aus den Studios in Berlin-Adlershof gegeneinander angetreten. Dabei sangen sie neben eigenen Liedern auch mit ihren prominenten Lehrern und internationalen Gaststars, darunter Florence and the Machine sowie Katie Melua.

Die Teamchefs und das Publikum gingen mit: Rea Garvey gab sich euphorisch, Xavier Naidoo (dunkler Anzug, weißes Hemd, dunkle Krawatte und Kappe) groovte im Takt. Nena, die am Ende der Sendung erschöpft aussah, war begeistert von ihren „talents“. Und die Berliner BossHoss-Jungs, mit edlen weißen Cowboy-Hüten zur Feier des Finales, sorgten mit Scherzen für gute Laune. Die Zuschauer standen mehrfach auf und spendeten eifrig Applaus für die mal sensibel, mal knackig vorgetragenen Stücke der vier Finalisten.

Der Gewinner wurde im Finale nicht allein durch Anrufe der Zuschauer ermittelt, sondern auch durch die Download-Zahlen der Finalisten-Singles, die in doppelter Wertung in die Abstimmung mit eingeflossen sind.

Das zweistündige Finale war in punkto Qualität wie auch die anderen „Voice“-Shows wieder sehr gut. Anders als bei manch Konkurrenzformat fiel keiner der Kandidaten aus dem Rahmen – weder stimmlich noch durch Pöbeleien oder Zickereien. „The Voice of Germany“ löste über die gesamte Laufzeit durchaus das Versprechen ein, eine etwas andere Castingshow zu sein. Am Ende geriet jede Show zu einer echten Musikparty mit guten Popdarbietungen.

Und weil auch die Quoten stimmten – meist schalteten zwischen vier und fünf Millionen Zuschauern ein, die Marktanteile lagen deutlich über Senderschnitt – wird es bei ProSieben und Sat.1 ganz sicher eine zweite „Voice“-Staffel geben. Im Herbst soll es wieder losgehen.